Alternative zur umstrittenen Ausbildungsplatzabgabe
CDU will neues Berufsbildungsgesetz

Die berufliche Ausbildung soll nach den Vorstellungen der Union mit neuen Berufsbildern, kürzeren Ausbildungszeiten und geringeren Ausbildungsvergütungen attraktiver werden. Die Bildungspolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Uwe Schummer und Katherina Reiche, legten dazu am Dienstag in Berlin einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Berufsbildungsgesetzes vor.

HB BERLIN. Er soll als Alternative zur umstrittenen Ausbildungsplatzabgabe, die von Rot-Grün geplant ist, den Rückgang an Ausbildungsplätzen stoppen. Jährlich gibt es laut Schummer 90 000 Jugendliche ohne Schulabschluss. 1,3 Millionen junge Menschen bis zu 29 Jahren hätten keinerlei Berufsausbildung.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass neue Berufsbilder schon nach sechs Monaten und nicht erst wie bisher im Schnitt nach zwei Jahren für die Ausbildung anerkannt werden. Die dreijährige Ausbildungszeit soll ferner stufenweise organisiert werden. Damit könnten praktisch begabte Menschen vorzeitig in einen Beruf wechseln und sich später weiter qualifizieren.

Um den Anreiz für Betriebe zu erhöhen, Ausbildungsplätze anzubieten, soll eine Vergütung bis zu einem Drittel unter der durchschnittlichen Tarifbezahlung möglich sein. Derzeit liegt die Bezahlung zwischen 300 und 950 Euro. Mit dem Gesetz sollen ferner betriebliche Bündnisse für Ausbildung unterstützt werden.

Das bestehende Berufsbildungsgesetz stammt noch aus dem Jahr 1977. Die Bundesregierung plant ebenfalls seit langem eine Novellierung, hat aber noch keinen Entwurf vorgelegt. Reiche und Schummer appellierten an die Regierung, die Pläne für eine Ausbildungsplatzabgabe fallen zu lassen und dafür Gespräche mit der Union für eine Modernisierung der beruflichen Bildung aufzunehmen.

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