Alternativen zu Gorleben
CDU sucht neue Standorte für Atommüll-Endlager

Der Ausstieg aus der Atomenergie scheint beschlossene Sache. Ein Endlager für den deutschen Atommüll wird immer noch vergeblich gesucht. Die CDU will neben Gorleben nun auch andere Standorte prüfen lassen.
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BerlinDie CDU will einem Zeitungsbericht zufolge neben Gorleben auch weitere Standorte auf ihre Eignung als Atommüll-Endlager prüfen lassen. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Freitag, dies sei Teil einer sechsseitigen Beschluss-Vorlage, die der CDU-Bundesvorstand am Montag beschließen solle. Demnach soll Gorleben rasch zu Ende erkundet werden. „Auch nach anderen Standorten für ein Atom-Endlager wird gesucht“, berichtete die Zeitung. In der Vorlage werde darüber hinaus eine sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland abgelehnt. Dies sei für den Industriestandort Deutschland nicht zu verantworten. Zur Sicherung der Energieversorgung bei einem Atomausstieg sollten zudem die Kraft-Wärme-Kopplung und die Braunkohle stärker genutzt werden.

In der Beschlussvorlage wird der Zeitung zufolge darüber hinaus für einen Ausbau der Strom-Leitungsnetze plädiert. Der Bau solcher Leitungen soll per Gesetz beschleunigt werden.

Regionen, die von Stromleitungen belastet werden, könnten Ausgleichszahlungen enthalten, berichtete die Zeitung. Außerdem sollen Energie-Einsparungen vorangetrieben werden, zum Beispiel durch eine stärkere Förderung der Dämmung von Gebäuden. Auch sollen intelligente Stromzähler dafür sorgen, dass etwa zwischen billigem Nachtstrom und teurem Strom zu Spitzenzeiten unterschieden werden kann.

Die Bundesregierung prüft derzeit die Bedingungen für einen beschleunigten Ausstieg der Kernenergie. Unter anderem diskutiert in ihrem Auftrag eine Ethik-Kommission sämtliche Aspekte, die damit verbunden sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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