Altersbezüge
Kabinett beschließt erste Rentenerhöhung seit 2003

Erstmals seit vier Jahren erhalten die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland wieder eine kleine Erhöhung ihrer Altersbezüge. Ein Durchschnittsrentner mit 45 Beitragsjahren und 1 100 Euro hat dann knapp sechs Euro mehr im Monat.

HB BERLIN. Das Bundeskabinett stimmte am Mittwoch in Berlin einer Verordnung von Arbeitsminister Franz Müntefering zu, nach der die Bezüge zum 1. Juli um 0,54 Prozent steigen.

Sozialverbände hatten die im März angekündigte erste Rentenerhöhung seit 2003 als zu gering kritisiert, da sie den Kaufkraftverlust der Rentner sowie deren Mehrkosten durch höhere Krankenkassenbeiträge nicht ausgleichen könne.

Bei der Rentenversicherung schlägt die Anhebung mit Mehrausgaben von knapp 620 Millionen Euro in diesem Jahr und von gut 1,2 Milliarden Euro in den Folgejahren zu Buche. Allerdings kann die Rentenkasse diese Mehrbelastung verkraften, da sie wegen der guten Konjunktur augenblicklich so viele Beiträge einnimmt wie seit langem nicht.

Ursprünglich hatte die Regierung die Rentner vorgewarnt, bis 2009 drohten nur Nullrunden. Allerdings haben sich Konjunktur und Löhne weitaus besser entwickelt als erwartet. Die Renten sind an die Lohnentwicklung gekoppelt.

Der für die Berechnung der Altersbezüge maßgebliche Rentenwert steigt im Westen um 14 Cent auf 26,27 Euro und im Osten um zwölf Cent auf 23,09 Euro. Ohne eine besondere Schutzklausel wären die Renten im Osten nur um einen Cent gestiegen, da die Lohnsumme dort weniger zulegte als im Westen.

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