Altersbezüge
Regierung bewahrt Ost-Rentner vor Nullrunde

Die ostdeutschen Rentner sollen nach einem Bericht des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) zum 1. Juli eine deutlich höhere Rentenanpassung erhalten, als ihnen aufgrund der Lohnentwicklung in den neuen Bundesländern zusteht. Bei strikter Anwendung der Rentenformel, sähe der Anstieg ziemlich mau aus.

BERLIN. Bei Anwendung der Rentenformel würden die gesetzlichen Altersbezüge in den neuen Bundesländern wegen der schwachen Arbeitsmarktentwicklung nur um 0,04 Prozent steigen, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Experten der Rentenkassen. Tatsächlich sollen die Renten im Osten aber wie im Westen um 0,54 Prozent angehoben werden. Damit entgehen die ostdeutschen Rentner der vierten Nullrunde in Folge.

Grund ist dem Bericht zufolge eine Bestimmung im Sozialgesetzbuch, derzufolge der aktuelle Ost-Rentenwert "mindestens um den Vomhundertsatz anzupassen" ist, um den er im Westen steigt. Bis zur Herstellung einheitlicher Einkommensverhältnisse in Deutschland werden die Rentensteigerungen in den neuen und den alten Bundesländern getrennt berechnet.

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