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Altersversorgung: Zypern-Krise könnte Folgen für brandenburgische Beamte haben

Brandenburg hat im Jahr 2010 zypriotische Staatsanleihen gekauft. Konkret wurden Gelder aus dem Pensionsfonds für Beamte auf der Mittelmeerinsel angelegt. Nun droht ein Ausfall und es hagelt Kritik von der Opposition.

Die Zypern-Krise ist nun auch in Brandenburg angekommen. Quelle: dpa
Die Zypern-Krise ist nun auch in Brandenburg angekommen. Quelle: dpa

PotsdamDie Finanzkrise in Zypern könnte auch Folgen für die Altersversorgung von Beamten in Brandenburg haben: Das Land hat Gelder aus dem Pensionsfonds auf der Mittelmeerinsel angelegt. Finanzminister Helmuth Markov (Linke) hat jedoch Vorwürfe zurückgewiesen, sein Haus würde riskante Anlagegeschäfte in Zypern betreiben. „Kein Mitarbeiter und schon gar nicht der Minister spekulieren mit öffentlichen Geldern“, hieß es in einer Mitteilung vom Samstag. Bei den angelegten Geldern handele es sich um einen minimalen Anteil des Fonds von insgesamt 290 Millionen Euro.

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Nach Ministeriumsangaben wurden 2010 für etwa 1,9 Millionen Euro zypriotische Staatsanleihen gekauft, die damals mit einem guten Rating von AA eingestuft gewesen seien. Die Anleihe werde im November 2015 fällig und habe bislang zweimal Zinsen von insgesamt 150.000 Euro gebracht, hieß es. Der Landtag hatte im Dezember 2008 entschieden, einen Versorgungsfonds einzurichten, um die Zukunft steil ansteigender Pensionszahlungen zu sichern.

Zypern in der Krise

Über die Anlagen werde regelmäßig im Haushalts- und Finanzausschuss berichtet, sagte eine Ministeriumssprecherin. Dies sei zuletzt in der vergangenen Woche der Fall gewesen. Die Opposition kritisierte nach der Sitzung, das Ministerium betreibe riskante Spekulationen, die im Vergleich zu anderen Bundesländern unüblich seien. Das rbb-Inforadio hatte berichtet, der Grund für die riskante Anlage sei die Vorgabe des Finanzministers, Renditen von mindestens zwei Prozent über der Inflationsrate zu erwirtschaften.

  • 25.03.2013, 13:07 Uhrkschulz

    Es ist schon unverantwortlich in einer Niedrigzinsperiode, die vom Staat initiert ist, einer offensichtlich total von Finanzwissen unbeleckten Verwaltung Ertägnisvorgaben von 2% über Inflation zu machen.
    Die Krise besteht doch nun schon lange genug. Selbst wenn so ein Schrott wie Griechenland-,Zypern- oder Portugal-Anleihen im Depot liegen, kann man diese bei den ersten Anzeichen immer noch verkaufen. Aber offensichtlich hat hier überhaupt keine Überwachung der Geldanlagen stattgefunden.
    Da gibt es absolut keine Entschuldigung, der Staat hat mal wieder bewiesen, daß er nicht mit Geld umgehen kann.

  • 25.03.2013, 10:59 UhrRic

    Spätestens nächste Woche werden auch Riester, Rürup und LVs wieder aufjaulen. Wetten, dass die dort investiert sind, obwohl alle Spatzen auf den Dächern seit langem das gleiche Lied gepfiffen haben? Wie Brandenburg haben die wahrscheinlich auch nichts gehört. Unsere aufgezwungenen Altersvorsorge-Verträge dürften mit Hilfe des Bundestags, aufgrund besonderer Umstände weiter gekürzt werden.

  • 24.03.2013, 23:32 UhrZinssatz

    @Retter: Es heißt im Text, in ZWEI Jahren INSGESAMT 150.000 EUR. Und die Anleihe bringt 3,75% Zinsen, läßt sich bei jeder Direktbank abfragen, und das war zum Emissionszeitpunkt der Anleihe ein durchaus üblicher, ja sogar günstiger Zinssatz!

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