Altersvorsorge
SPD fordert bessere Beratung

Die schlechte Beratung beim Thema Altersvorsorge kostet die Verbraucher jedes Jahr Milliarden. Die SPD fordert ein deutliches Umdenken: Statt über Provisionen sollen die Berater auf Honorarbasis bezahlt werden.
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Berlin/OsnabrückBei der privaten Altersvorsorge will die SPD Verbraucher besser vor Verlusten durch mangelhafte Beratung und undurchschaubare Produkte schützen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, kritisierte die Finanzbranche. „Offenbar werden die Menschen umso schlechter beraten, je mehr Geld auf dem Spiel steht“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Notwendig sei ein Wechsel von einer interessengeleiteten Provisionsberatung hin zu einer Honorarberatung. Dabei verkaufe der Berater nicht eigene Produkte, sondern sei qualifiziert, die auf dem Markt vorhandenen Produkte genau zu bewerten. „Das wäre ein fairer, ein transparenter Markt auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen. Der Honorarberatung gehört klar die Zukunft“, sagte Oppermann.

Nach einer neuen Studie verlieren Verbraucher jedes Jahr Milliarden, weil sie schlecht oder sachlich falsch beraten werden und weil die komplexen Produkte für sie oft undurchschaubar sind. Das stellte der Bamberger Finanzwissenschaftler Andreas Oehler in einem Gutachten fest, das von der Grünen-Bundestagfraktion in Auftrag gegeben worden war.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Altersvorsorge: SPD fordert bessere Beratung"

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  • Einen schönen guten Morgen in die Runde ...

    Nun, da kann man in der SPD ja richtig froh sein, dass ein Herr Oppermann noch vor dem Jahreswechsel auf dieses Thema aufmerksam wird.

    Hat Herr Oppermann die vergangenen 18 Monate an (s)einem Buch gesachrieben, Reden vorbereitet oder war gar anderweitig unterwegs?!

    Mir erscheint eine solche Aussage ebenso allem Weltlichen entrückt wie eine Abstimmung zugunsten der Kürzung von Bewertungsreserven, abends gegen 21:30 Uhr bei nur noch einer Handvoll ordnungsmegäß ihrem Job nachgehenden Volksvertretern, wobei man diese Zustimmung nochmals eben mit einer, garnicht zur Abstimmung stehenden, fristgebundenen, EU Vorlage verknüpft und sich über die Folgen hierzu keinerlei Gedanken macht.

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