Altersvorsorge: Und die gesetzliche Rente lohnt doch

Altersvorsorge
Und die gesetzliche Rente lohnt doch

Rürup: Kündigung unmöglich

Die steuerlich geförderte Rentenversicherung für die private Altersvorsorge wird auch Basis- beziehungsweise Rürup-Rente genannt. Allerdings fristet sie trotz enormer Steuerförderung ein Schattendasein.

Wer eine Rürup-Rente abschließt, bindet sich ein Leben lang: Der Versicherte zahlt bis zum Rentenbeginn in den Vertrag ein und bekommt dafür – frühestens mit 60 Jahren – eine Rente ausgezahlt. Eine Kündigung ist nicht möglich. Viele Sparer stört, dass sie nur eine Anwartschaft auf eine Leibrente erwerben und sich am Ende der Ansparphase kein Kapital auszahlen lassen können. Rürup-Verträge sind auch nicht beleihbar, nicht veräußerbar und grundsätzlich nicht vererbbar.

„Die Basisrente hat nur einen schwer zu berechnenden Vorteil, aber mehrere erkennbare Nachteile“, sagt Tom Friess, Geschäftsführer der Vermögensberatung VZ. Anleger mit hohem Einkommen sollten sich vom Steuerberater ausrechnen lassen, was es bringt, wenn sie ihre Steuerschuld dank Rürup ins Rentenalter verschieben. Über drei Punkte sollte man sich im Klaren sein, sagt Friess: „Jeder eingezahlte Euro steckt unwiderruflich im Vertrag. Man bekommt ausschließlich eine Rente ausbezahlt. Die Verträge bergen hohe Kosten.“

Wer dieses Korsett an Bedingungen akzeptiert, kommt in den Genuss immenser Steuervorteile. Sie steigen bis 2025 auf maximal 20 000 Euro im Jahr; in diesem Jahr erkennt der Fiskus 13 600 Euro an. Im Gegenzug steigt auch der Anteil der zu versteuernden Rente. Aktuell müssen 56 Prozent der monatlichen Auszahlungen versteuert werden. Bis zum Jahr 2040 klettert dieser Anteil auf 100 Prozent.

Die Steuerförderung greift zweifach. Erstens dürfte der Rürup-Sparer von der Differenz zwischen aktuellem und künftigem Steuersatz profitieren. Zweitens gibt es einen Zinseszinseffekt aus den Erträgen, die der nicht versteuerte Kapitalanteil bis zum Rentenbeginn erzielt.

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