Althaus äußert Verständnis für Vorgehen in der Meyer-Affäre
Union will Führungsstreit um Merkel vermeiden

Nach dem Rücktritt von CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer bemüht sich die Union um Schadensbegrenzung. Während an der wahlkämpfenden Basis in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein die Stimmung brodelt, versucht die Parteispitze, Parteichefin Angela Merkel aus der Schusslinie herauszuhalten.

sig/ms/jf/fri BERLIN/DÜSSELDORF. Ob Merkels „Entscheidung, Meyer nicht sofort zum Rücktritt zu bewegen, glücklich war, mag man differenziert sehen“, sagte Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus dem Handelsblatt. Dennoch habe Merkel durch ihre schnelle Nachfolgeregelung „gezeigt, dass sie willens und in der Lage ist, die Partei zu führen“.

Meyer war letzte Woche zurückgetreten – mehrere Tage, nachdem bekannt geworden war, dass er 2000 von seinem früheren Arbeitgeber VEW Energie, einer Tochter des RWE-Konzerns, aus undurchsichtigen Gründen eine Auszahlung von 250 000 DM erhalten hatte. Merkel hatte zunächst an ihrem langjährigen loyalen Mitstreiter festgehalten, was in weiten Teilen der Partei auf Unverständnis stieß – und die NRW-CDU an den Rand des offenen Aufstands brachte. Der Aachener Kreisverband hatte Meyer sogar mit einem Auftrittverbot belegt.

Doch jetzt überwiegt Erleichterung. Mit Meyers Nachfolger Volker Kauder könne man im neuen Jahr unbelastet in den Wahlkampf starten, heißt es in der Bundestagsfraktion. Auch Jürgen Rüttgers, der Vorsitzende der NRW-CDU, will jetzt keinen Zweifel an seiner Treue zu Merkel aufkommen lassen: Berichte über sein angeblich zerrüttetes Verhältnis zu der Parteichefin bezeichnete er als „großen Quatsch, den ich nicht einmal dementieren möchte“. Es gebe einen „engen Schulterschluss zwischen Frau Merkel und mir“.

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