Althaus: Geschlossenheit kann man nicht verordnen
Merkel bekommt Kritik aus den eigenen Reihen

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hat nach den Wahlniederlagen in Brandenburg und Sachsen und der Debatte über den Kurs der Union hat mehr Geschlossenheit in der Führungsspitze der Partei gefordert.

HB BERLIN. „Ich erwarte (...), dass jeder, der mit in der Führung ist, sich auch ein Stück stärker diszipliniert“, sagte Althaus am Dienstag in der ARD. Auch Parteichefin Angela Merkel habe darauf hingewiesen, dass Geschlossenheit die Grundvoraussetzung für die Übernahme der Regierungsverantwortung 2006 sei. Merkel könne gegen die Vielstimmigkeit wenig tun. „Sie kann natürlich keine Geschlossenheit verordnen“, sagte Althaus. „Das Stimmengewirr kann keiner ausschließen.“ Das sei nun einmal so in einer Demokratie.

„Wenn wir uns auf etwas geeinigt haben, dann muss das auch gelten“, sagte Althaus. Allerdings breche bei der Union zum Teil wenige Wochen später dann erneut eine Debatte über das gleiche Thema auf. „Damit muss natürlich der Wähler den Eindruck haben, die Union hat keine Führung und hat keine klare Linie. Und deshalb kann ich uns nur raten: Wer in Deutschland die Verantwortung übernehmen will, braucht klare Führung und braucht aber auch ein klares Profil. Und das kann sich nur durch eine Person vermitteln. Das kann sich nicht durch einen vielfältigen Chor vermitteln.“

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