Altkanzler schon jetzt mit deutlich mehr Auftritten
SPD-Rechte will Schröder zurück

Mit Steinmeier und Müntefering stehen zwei „Schröderianer“ wieder an der SPD-Spitze. Doch das ist dem konservativen Seeheimer Kreises noch nicht genug. Er wünscht sich Gerhard Schröder selbst zurück. Der Altkanzler solle wieder aktiv eingreifen. Tatsächlich wird Schröder in den nächsten Wochen wieder häufiger auf der politischen Bühne auftauchen.

HB BERLIN. Der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Johannes Kahrs, hat für eine Rückkehr von Altkanzler Gerhard Schröder in die Politik geworben. "Ich würde mich freuen, wenn Gerhard Schröder wieder aktiv in die Politik eingreifen würde", sagte Kahrs in einer ZDF-Diskussion im Internet. Dies wäre ein Gewinn für Deutschland.

Gestern hatte sich Schröder erstmals zu der Personalrochade in seiner Partei geäußert. Schröder legte sich kräftig für seinen langjährigen Vertrauten ins Zeug. Dem Initiator der Agenda 2010 attestierte Steinmeier "das Zeug zum Kanzlerkandidaten".

Tatsächlich wird Schröder wieder häufiger auf der politischen Bühne auftauchen. Am 29. September will sich Schröder bei einer Veranstaltung anlässlich des zehnjährigen Regierungsjubiläums der SPD im Bund weiter zu der neuen Führung äußern. Zuvor wird die SPD-Spitze am 26. Oktober in Anwesenheit von Schmidt und Schröder in der Parteizentrale eine Bilanz der zehnjährigen SPD-Regierungsarbeit ziehen. Erwartet wird, dass beide Alt-Kanzler am 18. Oktober auch zum SPD-Sonderparteitag kommen, auf dem Steinmeier und Müntefering offiziell gewählt werden. In den vergangenen Jahren hatte der 89-jährige Schmidt die Parteitage nicht mehr regelmäßig besucht.

Eine Rückkehr von Schröder wäre nicht nur der Parteilinken, sondern auch der Union ein Dorn im Auge. Sie forderte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf, Schröder als Hauptredner einer Energiekonferenz Ende September auszuladen. "Schröder ist als Gazprom-Lobbyist ein Angestellter von Wladimir Putin. Er ist befangen und hat auf solchen Regierungskonferenzen nichts zu suchen", sagte der Sprecher des Mittelstandskreises der Union, Michael Fuchs, der "Berliner Zeitung".

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