Altliberaler fordert Abgrenzung
FDP streitet über Niebel-Wechsel zu Rheinmetall

Der Altliberale Baum hält den Wechsel seines FDP-Kollegen Niebel in die Rüstungsindustrie für instinktlos. Dass die Parteispitze schweigt, hält er für falsch. Parteichef Lindner soll Stellung beziehen. Doch der winkt ab.
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BerlinIn der FDP ist ein Streit über den Wechsel des früheren Entwicklungshilfeministers Dirk Niebel (FDP) zum Rüstungskonzern Rheinmetall ausgebrochen.  Auslöser ist die Forderung des Altliberalen Gerhart Baum, Parteichef Christian Lindner solle zu dem Vorgang Stellung beziehen.  Lindner sagte dazu Handelsblatt Online: „Den Einzelfall kommentiere ich nicht.“ Hingegen erwarte er von der Bundesregierung, „endlich einen Ehrenkodex für den Wechsel in die Wirtschaft einzuführen, damit dies nicht länger eine Frage individuellen Verantwortungsgefühls bleibt“.

Baum hatte im „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit Blick auf Niebel erklärt, der Vorfall zeige, dass sich die neue FDP um Lindner „noch deutlicher von der alten FDP abgrenzen muss“. Es sei der falsche Weg, die Causa Niebel einfach zu ignorieren. „Die Partei muss auch wieder Konflikte austragen.“ Neue Personen und Inhalte müssten noch radikaler in den Vordergrund gestellt werden. Lindner habe sein volles Vertrauen, allerdings sei es jetzt gerade der falsche Weg, die Causa Niebel einfach zu ignorieren, sagte Baum. „Die Partei muss auch wieder Konflikte austragen.“

Baum warf Niebel vor, mit seinem „instinktlosen“ Handeln der FDP geschadet zu haben. „Das negative Bild, das die Partei hat, wird dadurch bestätigt.“ Baum machte seinen Parteikollegen zugleich mitverantwortlich für den Niedergang der Liberalen. „Niebel ist einer der Sargnägel für die FDP. In seiner politischen Karriere hat er der Partei mehr geschadet als genutzt.“

Baums Kritik sorgt auch in der Thüringer FDP für großen Unmut. In dem Bundesland wird am 14. September ein neuer Landtag gewählt. „Bei allem Respekt vor der politischen Lebensleistung von Herrn Baum, wenn etwas der angeschlagenen FDP jetzt schadet, dann sind es genau solche Äußerungen“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen in Thüringen, Jan Christopher Witt, Handelsblatt Online. „Seine Generalabrechnung mit Dirk Niebel ist erstens  unangebracht und zweites überflüssig. Öffentliche Kritik sollte Baum dem  politischen Gegner überlassen.“

Kommentare zu " Altliberaler fordert Abgrenzung: FDP streitet über Niebel-Wechsel zu Rheinmetall"

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  • Natürlich winkt Lindner ab: Als Parteichef der FDP wird er nicht mehr lange seinen Lebensunterhalt verdienen können. Dieser Posten läuft zusammen mit der Partei aus. Von daher wäre jede klare Positionierung hinderlich bei der eigenen Zukunftsplanung. Mal abwarten, wo der landet - vielleicht wird er ja irgendwann Assi vom Niebel.

  • Den Platz für Meldungen über die FDP sollte das HB lieber für Kochrezepte nutzen.
    Damit kann man immerhin was anfangen.

  • Zitat "Parteichef Lindner soll Stellung beziehen. Doch der winkt ab."

    Lindner stellt mit diesem Sachverhalt deutlich unter Beweis, dass er keinerlei Führungsqualitäten besitzt. Die FDP ist ein bunt zusammen gewürfelter Personenkreis, die alle nur an sich selbst denken und denen es sch... egal ist, von wem sie Geld bekommen und welche Tätigkeit sie ausüben. Niebel hat da zugeschlagen, wo es für ihn am attraktivsten ist. Viele Angebote hat er wahrscheinlich ohnehin nicht bekommen.

    Mit solchen Geschmacklosigkeiten wird uns allen verdeutlicht, wie überflüssig die FDP in Deutschland ist. Daher ist es um so wichtiger, dass die FDP bei den nächsten Wahlen in unseren neuen Bundesländern einen sauberen Schiffbruch erleidet. Dank Niebel rückt dieses Ziel näher. Er offenbart einmal mehr Lindners Führungsdefizite.

    Good bye FDP!

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