Am Rande des Parteitags
Gysi wehrt sich gegen Stasi-Vorwürfe

Der Fraktionschef der Linkspartei, Gregor Gysi, wehrt sich gegen neue Berichte über eine angebliche Zusammenarbeit mit der ehemaligen Staatssicherheit in der DDR.

HB COTTBUS. „All jene politischen Gegner und Journalisten, die hoffen, aus mir etwas machen zu können, was ich nie war, werden auch diesmal scheitern“, erklärte Gysi am Rande des Linken-Parteitags am Samstag in Cottbus. Er habe „zu keinem Zeitpunkt wissentlich und willentlich mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet“.

Die Stasi-Unterlagenbehörde hatte neue Akten herausgegeben, in denen Gespräche Gysis aus dem Jahr 1979 mit dem DDR-Regimekritiker Robert Havemann und einem weiteren Mandanten wiedergegeben werden. Behörden-Chefin Marianne Birthler sagte der Zeitung „Die Welt“ vom Samstag: „Aus den Unterlagen geht hervor, dass in diesem Fall willentlich und wissentlich an die Stasi berichtet worden ist, und zwar von Gregor Gysi über Robert Havemann. Deshalb geben wir diese Papiere als IM-Unterlagen heraus.“ Gysi warf Birthler vor, sich gegen ihn „als eine Art Polizeiermittlerin aufzuspielen“.

Die Debatte um Gysi bestimmte auch den ersten Parteitag der Linken in Cottbus. Parteichef Oskar Lafontaine sagte in seiner Rede, die Partei stehe zu Gysi. „Die Angriffe der Öffentlichkeit auf ihn, weisen wir entschieden zurück.“

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