Amt des Bundespräsidenten: Mögliche Kandidaten für die Gauck-Nachfolge

Amt des Bundespräsidenten
Linke drängt auf Entscheidung über Gauck-Nachfolge

Mögliche Kandidaten für die Gauck-Nachfolge

Natürlich wird jetzt auch über Namen gesprochen, aber Neuigkeiten gibt es kaum. Eine unvollständige Liste immer wieder erwähnter möglicher Anwärter: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier, CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt, der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani.

Und einige mehr: Zuletzt wurde auch die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) genannt. Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU), auch ein Spekulationskandidat, wolle dagegen lieber in Wiesbaden bleiben, heißt es.

Signalwirkung ist so oder so unvermeidlich. Nicht erst seit Gustav Heinemann (SPD) nach seiner Wahl 1969 von einem „Stück Machtwechsel“ sprach, und wenige Monate später die erste SPD-FDP-Koalition im Amt war, geht es bei jeder Bundespräsidenten-Wahl auch um die nächste Regierung.

Ein schwarz-grüner Kandidat (Kretschmann, Kramp-Karrenbauer) wäre in diesem Sinne ebenso ein Signal wie ein gemeinsamer schwarz-roter (Lammert, aber der will angeblich nicht), oder ein rot-rot-grüner (Kermani hat wohl kaum Chancen). Wer gar kein Signal will, der muss alleine in die Schlacht ziehen.

Vieles spricht dafür, dass es auf eine solche Kampfabstimmung hinausläuft, was kein Schaden sein muss. Gauck selbst hält das nicht für tragisch. Ein Nachfolger werde „im Konsens oder im demokratischen Dissens“ bestimmt, sagte er. Im dritten Wahlgang genügt in der Bundesversammlung die einfache Mehrheit, kleine Parteien könnten den Ausschlag geben.

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