Analyse: Bayern-SPD: "Jetzt kommt der Hattrick"

Analyse
Steinbrücks Glück ist Merkels Albtraum

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Bayern-SPD: "Jetzt kommt der Hattrick"

Bei allen Landtagswahlen in den letzten Jahren sei Schwarz-Gelb abgewählt worden und die SPD habe es an die Regierung geschafft. Und natürlich sei der SPD-Erfolg in Niedersachsen Rückenwind für den Bund und Bayern, sagte Pronold Handelsblatt Online. „Jetzt kommt der Hattrick: Nach Thorsten Albig und Stephan Weil wird jetzt Christian Ude der dritte SPD-Oberbürgermeister der zum Ministerpräsidenten gewählt wird.“

Der Einsatz von CSU-Chef Horst Seehofer und Merkel, die sich „massiv für die CDU in Niedersachsen engagiert“ hätten, habe sich dagegen nicht ausgezahlt. „Die krachende Niederlage der Niedersachsen-CDU ist ein Vorzeichen für die Niederlage von schwarz-gelb in Bayern und im Bund“, so Pronold.

Stegner, der auch Koordinator der Parteilinken im SPD-Bundesvorstand ist, unterstrich ebenfalls, dass CDU und FDP in keiner Wahl der letzten zwei Jahre eine Mehrheit erzielt habe. „Das wird auch bei der Bundestagswahl nicht anders sein, Rot-Grün hat die besten Chancen“, sagte Stegner Handelsblatt Online.

Nun komme es für die SPD darauf an, auf das Thema soziale Gerechtigkeit „in Wort und Tat“ zu setzen - mit einem Team aus Frauen und Männern, „das das Profil der Volkspartei in der ganzen Breite abbildet und den Spitzenkandidaten Peer Steinbrück in einem durchgängig professionell geführten Wahlkampf unterstützt“.

Die Rechnung der SPD geht allerdings nicht ohne Grüne auf. Niedersachsen ist insofern wegweisend. Denn dort haben die Grünen massiv zugelegt und damit den gemeinsamen Erfolg mit Sozialdemokraten erst befördert.

„Durch starke Grüne wurde der Regierungswechsel möglich“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, Handelsblatt Online. „Das heißt auch für den Bund: Nur mit starken Grünen wird der Wechsel gelingen.“ Dass dürfte auch die Kanzlerin aufhorchen lassen.

Den Grünen ist es aus eigener Kraft gelungen, mit 13,7 Prozent ein fulminantes Ergebnis einzufahren, während die FDP ihr starkes Abschneiden nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen massiven Leihstimmen der CDU-Wähler verdankt. Die Forscher sprachen am Sonntag von einem „Last-Minute-Transfer im schwarz-gelben Lager“.

Kommentare zu " Analyse: Steinbrücks Glück ist Merkels Albtraum"

Alle Kommentare
  • ich weiß garnicht was sie da erzählen, warum sollte ich - als eigentlich FDP Wähler meine Erststimme dem FDP Kandiaten geben... das macht keinen Sinn, da ein Direktmanadat fast ausgeschlossen ist, somit habe ich mit meiner Erststimme die CDU und mit meiner Zweitstimme die FDP gewählt.... und jetzt fragen Sie bitte nochmal: Wer hier wem Stimmen geliehen hat, wenn man das überhaupt so bezeichnen kann :-D

    PS: Manchmal habe ich den Eindruck die Bevölkerung weiß nicht mal wie man richtig wählt....(unabhängig der Parteipräferenzen)

  • Bis zur Bundestagswahl wird die Abstrafung für CDU/CSU und SPD/Grüne hoffentlich grösser ausfallen. Der Bürger wäre schön blöde, wenn er diese Chance eines Denkzettels gegen eine kontraproduktive Deutschlandpolitik von Regierung und Opposition nicht nutzt. Immer nur dem Volk nach der Schnautze zu reden, um Wählerstimmen zu bekommen, reicht nicht. Auch im Nachhinein sollte Volkes Wille bei politischen Entscheidungen mehr im Vordergrund stehen. Das ließ die Politik im letzten Jahrzehnt stark vermissen. Europäische Wirtschaftsunion schön und gut, aber bitte nicht durch Ausbeutung des eigenen Volkes, Beerdigung deutscher Tugenden und Vernachlässigung des eigenen Sozialsystems, um die Schulden anderer Länder zu tilgen.
    Sollte diese EURO-Schuldenpolitik nicht bis zur Bundestagswahl ad acta gelegt werden, braucht es die Stimmenverweigerung im großen Stil bei CDU und SPD gleichermaßen.

  • Wer um Gottes Willen, fällt denn immer wieder auf diese Grünen, diese Kommunisten rein?
    Allein das Gelaber der Claudia Roth gestern war unglaublich.
    Sie sind, im Gegensatz zur CDU, gegen die Massentierhaltung usw.
    Ja wo waren denn die Grünen vorher? Sie haben das alle mitgemacht. Künast war in der Reg. Schröder doch Verbraucherministerin. Sie hat die Käfighaltung der Hühner doch weiter gemacht und eben nicht beendet
    Und dann dieser Özdemir und das herablassen Grinse von Trittin, einfach gräßlich.
    Wenn die im Bund gewinne, dann Gnade uns Gott
    Mann, Mann, merken denn die Deutschen immer noch nicht, wie sie verarscht werden?
    und jetzt gibt es in Niedersachsen wohl auch den Schulquatschn wie in NRW, damit unsre Kinder noch dümmer werden.
    Schließlich regiert sich ein dummes Volk leichter.
    Aber wie heißt es doch so schön?
    "Demokratie ist, wenn man sich aussuchen kann, wer einen verarscht"

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