Analyse Wer die Piratenwähler sind

Mit den Piraten schafft es erstmals seit einem Jahrzehnt eine völlig neue Partei in einen Landtag. Warum haben die Piraten am Sonntag in Berlin so sensationell abgeschnitten?
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Mitglieder der Piratenpartei bejubeln ihren Wahlsieg. Quelle: dpa

Mitglieder der Piratenpartei bejubeln ihren Wahlsieg.

(Foto: dpa)

BerlinFür die Forschungsgruppe Wahlen ist klar: Die Wähler waren mit den anderen Parteien unzufrieden. Ihre Anhänger sind vor allem jung, und sie sind vor allem männlich. Die Piraten profitieren bei einer durchwachsenen Senatsbilanz und einer schwachen Opposition von Unzufriedenheit mit der etablierten Politik in Berlin insgesamt. Sie treffen im urban-vernetzten Milieu einer jungen, trendigen Großstadt aber auch auf optimale strukturelle Voraussetzungen.

In den Altersgruppen sind die Piraten bei den unter 30-Jährigen am stärksten (15 Prozent). Hier wählen sie vor allem junge Männer (20 Prozent), bei den unter 30-jährigen Frauen sind es nur elf Prozent. Bei allen 18- bis 34-Jährigen mit Abitur liegen die Piraten mit 15 Prozent knapp vor der CDU mit 14 Prozent. Sehr stark ist die Partei mit 16 Prozent aber auch bei Wählern ohne Job.

Chef-Pirat Baum - lernwillig und gelassen
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20 Kommentare zu "Analyse: Wer die Piratenwähler sind"

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  • Sehr gut!Sie sprechen mir aus der Seele.Ich habe auch die Piraten gewählt,weil es nach der Abstumpfung des "scharfen Schwertes des Protestes",das die Grünen mal waren,nichts anderes mehr übrig blieb außer Schnarchpolitik.
    Nehmen wir nur die Legalisierung von Marihuana als Beispiel,das die Grünen und die Linken auch mal auf der Agenda hatten und inzwischen wie ein gebrauchtes Taschentuch diskret verschlampt haben.Das ist von Wichtigkeit,und zwar nicht nur für Kiffer,um eine inzwischen riesige Gruppe der Bevölkerung einfach vor einer Kriminalisierung,einer Hexenjagd,zu schützen.Es ist nur noch eine Frage des Generationenwechsels,wie auch mit den Altnazis in der CDU und FDP,bis der Gesellschaftliche Konsens endlich erreicht wird.

  • Es hat sich leider erwiesen, dass getreu dem Motto "steter Tropfen hölt den Stein" jeder unvollkommene Mensch durchd das Instrument Geld, Befriedigung der persönlichen Eitelkeit und der Machtgelüste früher oder später gekauft werden kann.

    Sehen Sie sich die Grünen an, die erhöhen auch regelmäßig ihre Diäten und laufen in Designer-Klamotten rum. Und der Joschi...

    Und genau so wird es auch bei den Piraten sein - der Mensch ist halt so, deshalb gibts auch keinen wirklichen Wandel, nicht mal im Kommunismus gab es (Chancen)Gleichheit jedes Individuums...

  • Die "Frauen" werden jetzt kommen und die Piraten-Stars umgarnen, bejubeln und anstacheln. Frauen in der Politik: Eine besondere Form des hedonistischen Opportunismus. Die politische Praxis beweist täglich: Frauen sind durchschnittlich weder ehrlicher, kreativer, sozialer, weitsichtiger noch irgendwie verantwortungsvoller und sie lassen gern die Männer die "Drecksarbeit" machen. Das Bild unserer "Demokratie" ist zu 50% von Frauen in ihrer oral überstimulierten Konsumentenhaltung geprägt, auch das ist ein Grund für die abscheulichen Verhältnisse in diesem Land, ich weiß ein Lied von der signifikant "ablehnenden" Haltung von Frauen in Sachen konkreter politischer Inhalte zu singen, da ich selbst in der politischen Öffentlichkeitsarbeit aktiv tätig bin. Die Piratenpartei ist da das geeignete Tummelbecken für Karieristinne, die sich in der allgemeinen Unschärfe mit "hochmogeln" möchten.

  • Warum haben die Piraten am Sonntag in Berlin so sensationell abgeschnitten?

    Ganz einfach - die verloren gegangenen Wählen der FDP als letztere noch 14 % hatte , haben zum Teil
    eben nur die Piraten gewählt.

    Wer sich bisher den Kopf zerbrach- wo sind diese Leute von damals eigentlich abgeblieben- es waren jene, wie es hier "so schön" heißt :
    "Die Piraten profitieren bei einer durchwachsenen Senatsbilanz und einer schwachen Opposition von Unzufriedenheit mit der etablierten Politik in Berlin insgesamt"

    Wobei der Begriff - Politik in Berlin- bei einer Bundestagswahl - dann umfassender genommen werden darf.
    Denn:
    "Auch eine Opposition schafft sich mit der Zeit ab" . Wie die gegenwärtige Zeit es uns deutlich durch :
    die Regierung bereits "lehrt" : sie macht es mit der Mehrheit der Stimmen der Opposition , um angeblich eine "Heilung" dieser eigenartigen griechischen Krankheit bewerkstelligen zu können.

    Was soll der " arme" Protestwähler dann aber wählen. Aber immerhin - Berlin brachte "Stimmung" in die
    "verkalkte Bude". Natürlich auch eine Piratenpartei kann sich irren - dann war es zumindest eine
    lustige Einlage bzw. "Eintagsfliege " gewesen . Muß aber nicht so sein -ist nur etwas nach Art Piratenphilosophie gedacht.

  • Mit der nächsten Wahl fliegen die Piraten wieder aus dem
    Senat .
    Als Internetpartei kann keine Partei überleben .Wo sind hier gewachsene Strukturen ,auch sind keine Richtlinien
    erkennbar .
    Die FDP Nr. 2 wird auch untergehen !

  • Sie haben vollkommen Recht! Auch ich werde die Piraten wählen!! Mangels Alternative!! Unsere Politiker müssen einmal aufwachen, denn wir sind das VOLK!! ES REICHT!

  • Als Protestpartei die beste Alternative: Aktuell SPD,Grün, Gelb oder SChwarz zu wählen ist nicht gerade Sinnvoll.
    Aus Protest Linke oder NPD zu wählen (die ich beide auf eine Stufe stelle) ist keine Alternative.
    Von daher sind die Piraten die aktuell einzige Alternative.
    Sie haben nur ein Dünnes Wahlprogramm, gehen auf die aktuen aktuellen Probleme nicht ein, Überzeugen allerdings in ihren Punkten. Die Aktuellen Parteien, haben verwirrende Lösungen für die Aktuellen Probleme und sind nicht in der Lage ihre Nebenpunkte aufzugeben, wenn es Sinnvoll wäre (Stichwort "Steuersenkungen")

  • Ich werde bei der nächsten Wahl ebenfalls die Piraten wählen. Alle anderen Parteien schützen doch nur ihre Klientel und besonders auf ihre Beamten. Vielleciht fordern die Piraten ja mal die Angleichung von Beamtenpensionen und Renten.

  • @ poolliter,
    der letzte Satz dürfte die Grundlage sein um politisch Bestand zu haben.

  • @ Thomas-Melber-Stuttgart,
    wie viel "Substanz" haben denn die sog. etablierten Parteien (außer ihrer Vorteilsnahme zu Lasten der Bürger)?

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