Analyse zur Griechenland-Krise

Altkanzler Schmidt fragt den Super-Praktikanten aus

Als Altkanzler Helmut Schmidt von jenem Praktikanten erfuhr, der 1983 mit seherischem Blick die kommenden Probleme Griechenlands beschrieb, wollte er diesen Mann kennenlernen. Nun kam es zu einer denkwürdigen Begegnung.
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Damals Praktikant im Landwirtschaftsministerium, heute beim Zeit-Verlag: Bernd Loppow. Quelle: Meedia.de
Bernd Loppow

Damals Praktikant im Landwirtschaftsministerium, heute beim Zeit-Verlag: Bernd Loppow.

(Foto: Meedia.de)

Altkanzler Helmut Schmidt interessiert sich trotz seiner 96 Jahre weiterhin für das Weltgeschehen, im Großen wie im Kleinen. Als er via Morning Briefing von jenem Super-Praktikanten erfuhr, der als 24-Jähriger im Jahre 1983 im griechischen Landwirtschaftsministerium aushalf und mit seherischem Blick die kommenden Probleme des Landes beschrieb, wollte er diesen Mann unbedingt kennen lernen.

Bernd Loppow hieß der Mann, der vor 32 Jahren ein Praktikum im griechischen Landwirtschaftsministerium absolvierte. Für die „Zeit“ schrieb er im Anschluss eine Problem-Analyse. Drei Jahrzehnte später ist diese wieder hochaktuell. Gerade erst stimmte der Bundestag für ein drittes Rettungsprogramm – und ermöglichte Griechenland ein 86-Milliarden-Hilfspaket

„Die Griechen haben seit dem EG-Beitritt 1981 von Milliardentransfers aus Brüssel und von internationalen Geldern profitiert“, sagt Loppow heute. Es gab kaum Strukturen, die das Land hätten wettbewerbsfähig machen können. „Bereits damals schrieb ich, wie selbst typisch-griechische Produkte wie Ziegenkäse importiert wurden. Innovationen und Investitionen wurden vernachlässigt, die Gelder flossen in den Konsum und teure Importprodukte. Die Integration in die Europäische Gemeinschaft kam zu früh. Das Land war darauf nicht vorbereitet.“

Loppows Geschichte interessierte den Altkanzler. So sehr, dass er um einen Termin bat. Ob denn Bernd Loppow, so der Name des Ex-Praktikanten, eine halbe Stunde Zeit für Herrn Schmidt habe, ließ dessen Büro höflich anfragen. Hatte er! So kam es denn zur denkwürdigen Begegnung zwischen Super-Praktikant und Weltökonom.

Schmidt feuerte eine Frage nach der anderen ab: Wie es zu dem Praktikum gekommen sei, welche Zukunftsprognose der Ex-Praktikant den Griechen gebe, was der griechische Premier seiner Meinung nach nun tun müsste. So wurde im Qualm der Reyno-Zigaretten aus der halben eine ganze Stunde. Erst dann war die Neugier des Altkanzlers befriedigt.

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6 Kommentare zu "Analyse zur Griechenland-Krise: Altkanzler Schmidt fragt den Super-Praktikanten aus"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Der ,Artikel bricht nach der Einleitung plötzlich ab.
    Waren die Antworten auf Schmidts Fragen so grausam, dass kan sie uns besser vorenthalten möchte? Ist es vielleicht nach Ansicht der Handelsblatt-Redaktion, die mutmaßlich über die Zeit-Redaktion gut in Schmidts Kreise vernetzt ist, besser über die vernichtenden Wahrheiten nicht zu berichten?
    Oder ging es jetzt nur darum, wieder einmal Helmut Schmidt zu heiligen und ansonsten ist das Thema ja nicht so wichtig - geht ja nur um ein paar Billionen, und das ist meistens das Geld der anderen. Zur Not führen wir eine Sondersteuer ein.

  • Herr Schmidt und die HB Redaktion,
    jeder, aber auch jeder IInbetriebnahme Ingenieur wäre zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Aber da gab es wohl nix was sich lohnte um Inbetrieb zu setzen.

  • Offenbar erübrigt sich die Antwort. Nach den Beobachtungen des Praktikanten war GR nicht in der Lage die Anforderungen eines modernen Industriestaates zu erfüllen. Das ist ja auch nicht so wichtig, solange GR einer Reihe von amerikanischen und anderen Investoren lediglich dazu diente, mit Hilfe der GR Kredite eine hohe Rendite von 6% und mehr für die Investoren dank der nordeuropäischen Steuerzahler einzufahren.
    Dieser Vorgang scheint der einzige Sinn gewesen zu sein, warum Goldman Sachs GR als "beitrittsfähig zum Euro" bezeichnet hat.

  • Ok. Und wo sind jetzt die Inhalte der Meldung.
    Die Vorgeschichte ist doch bekannt!
    Was fragte Schmidt konkret?
    Was wurde geantwortet?
    Was kann die heutige Politik davon lernen?

  • Was ist los?

    Der Euro schießt nach oben und Gold bleibt stehen?
    Ist Griechenland schon aus dem Euro?

    Weshalb lesen wir nichts in den Medien?

    Hat Schmidt auch nachgesetzt und die Frage aufgeworfen, weshalb der Bundestag einem Hilfspaket über gigantische 86 Mrd. € zustimmt und der griechische Bürger sieht keinen Cent davon? Hatte er dazu keine Frage? Kennt er die Antwort?

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