Andrea Nahles
Erhöhungen für Spitzenverdiener sind unausweichlich

Gute Bildung hat ihren Preis, sagt Andrea Nahles. Für die Finanzierung der Reformvorhaben seien Steuererhöhungen für Spitzenverdiener unausweichlich. Unions-Fraktionschef Kauder hatte vorher das Gegenteil bekräftigt.
  • 2

HamburgFür die Finanzierung der Reformvorhaben der Großen Koalition könnten Steuererhöhungen nach Ansicht von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles unausweichlich sein.

Am Ende der Koalitionsverhandlungen werde "eine Gesamtbewertung" erfolgen und "wenn dann die wichtigsten Anliegen aus den Fachbereichen übrig bleiben, bin ich ziemlich sicher, dass deutlich wird: Eine maßvolle Steuererhöhung für wenige Spitzenverdiener und Vermögende in diesem Land wäre ein wichtiger Beitrag, um die Lebenssituation vieler Menschen zu verbessern", sagte Nahles am Freitag "Spiegel online".

"Damit könnten wir wichtige Investitionen tätigen, zum Beispiel im Bereich der Bildung, bei der Verkehrspolitik, beim Wohnungsbau", erläuterte die SPD-Generalsekretärin. Die Frage von Steuererhöhungen bleibe für die SPD auf der Tagesordnung. "Gute Bildung zum Beispiel gibt es nun mal nicht zum Nulltarif", sagte Nahles.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder bekräftigte noch am Freitag das Nein der CDU/CSU zu Steuererhöhungen. Es müssten "zwei Ziele eingehalten werden: keine neuen Schulden und keine Steuererhöhungen", sagte Kauder der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Andrea Nahles: Erhöhungen für Spitzenverdiener sind unausweichlich"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Sie studierte 20 Semester Politik, Philosophie und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn."
    ---
    10 Jahre nutzloses Zeug studiert, noch nie richtig gearbeitet (im Sinne von Wertschöpfung), aber den hart arbeitenden Bürger, der es zu was gebracht hat, bestehlen wollen. Denn das wird totsicher nicht beim Abgreifen der verhaßten "Reichen" bleiben. Ggf. sind dann auch schon mal Bürger mit ordentlichem Einkommen und Eigenheim "reich". Typische Sozialistin an der Grenze zum Kommunismus!

    ""Gute Bildung zum Beispiel gibt es nun mal nicht zum Nulltarif", sagte Nahles."
    ---
    Wer glaubt, daß mit diesen Beträgen z.B. hervorragende Schüler und Studenten gefördert werden, ganz im Sinne einer Exzellenzinitiative und Elitenförderung, die dieses Land international *voranbringt*? Ich nicht!
    Das Geld landet garantiert bei irgend welchen Sozialfällen, Sonderschulen, Migrantenprogrammen oder in bildungsnivellierenden Gesamtschulen (Zielsetzung: Alle gleich dumm!). Vor Jahren bekundete die SPD sinngemäß offen, daß man grundsätzlich keine Bildungselite wünscht, weil sonst die Dummköpfe einen seelischen Knacks kriegen und sich benachteiligt vorkommen (der offizielle Wortlaut war natürlich anderes, ist mir aber entfallen). Ich habe genug sozialistische Basteleien am Bildungssystem mit seinen katastrophalen Folgen gesehen und selber erlebt, um da pessimistisch zu sein. Da fährt man lieber nach gut sozialistischer Manier ein bewährtes Bildungssystem voll gegen die Wand.

  • "Spitzenverdiener" sind doch die Politiker.

    Nie Steuern eingezahlt, aber ein Leben lang mit 8000 EUR im Monat versorgt. Das sind die wahren "Reichen" von heute.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%