Angeblich neben Strom auch Gas kostenlos erhalten
Meyer bekam auch als Generalsekretär noch Geld von RWE

Laurenz Meyer hat in den ersten Monaten als CDU-Generalsekretär noch mehrere Monate Gehaltszahlungen von seinem früheren Arbeitgeber RWE erhalten.

HB BERLIN. Meyer bestätigte der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag), er habe in dieser Zeit noch einige Projekte abgewickelt. Dies war bislang nicht bekannt. Nach Angaben der CDU-Pressestelle vom Donnerstagabend sagte Meyer: „Ich habe den Vertrag schnellstmöglich aufgelöst und nach April 2001 keine RWE-Gehaltszahlung mehr erhalten.“

In der „Süddeutschen Zeitung“ erläuterte Meyer, als langjähriger Manager des Stromunternehmens VEW habe er für eine „geordnete Übergabe“ gesorgt. Er habe noch „einige Projekte“ abwickeln müssen, aber gleichzeitig darauf gedrungen, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen zum „schnellstmöglichen Zeitpunkt“ ruhen solle. VEW wurde im Oktober 2000 von RWE übernommen.

Die „Berliner Zeitung“ (Freitag) berichtete außerdem, Meyer habe nicht nur - wie seit einer Woche bekannt - Strom, sondern auch Gas zu vergünstigten Konditionen von RWE bezogen. Dies habe der CDU- Politiker jedoch abgestritten. RWE-Konzernsprecher Bill McAndrews sagte am Abend auf Anfrage in Essen, man werde erst nach Prüfung des Sachverhalts Stellung nehmen.

Meyer hatte die Stromlieferungen mit seinem ruhenden Arbeitsverhältnis mit dem Konzern gerechtfertigt. Er war vor der Übernahme des Amts als Generalsekretär beim Stromunternehmen VEW als Hauptabteilungsleiter beschäftigt. Nach eigenen Angaben spart Meyer durch den verbilligten Strom im Jahr rund 1400 Euro. Der „Berliner Zeitung“ zufolge heißt es jetzt bei RWE, Meyer habe aus seinem ruhenden Vertrag Anspruch auf vergünstigte „Energiesachleistungen“.

Nach Darstellung des Blattes erklärte sich Meyer erst auf Drängen von RWE bereit, das Vertragsverhältnis mit dem Stromkonzern von Sommer 2001 an ruhen zu lassen. Meyer sei auch noch in den Genuss von Erfolgstantiemen gekommen, weil er für den Zeitraum der Gehaltszahlungen noch dem aktiven Management zugeordnet worden sei. Meyer hatte am vergangenen Wochenende in einem Zeitungsinterview eingeräumt, im Jahr 2001 von RWE „irgendeine Ausschüttung“ erhalten zu haben.

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