Angela Merkel besetzt ihre Beraterposten: „Junge Garde“ im Kanzleramt

Angela Merkel besetzt ihre Beraterposten
„Junge Garde“ im Kanzleramt

Wenn im Kanzleramt in diesen Tagen zu hintergründigen Briefings geladen wird, ergibt sich seit neuestem immer dasselbe Bild. Vorne auf dem Podium sitzen relativ jung wirkende Männer, die die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel erklären. Mal ist dies der neue europapolitische Berater, Uwe Corsepius (45), der neben Regierungssprecher Ulrich Wilhelm (44) Platz nimmt.

HB BERLIN. Mal sitzt dort der außenpolitische Berater der Kanzlerin, Christoph Heusgen (50). Alle demonstrieren, dass im Kanzleramt nicht nur ein anderer Wind weht, sondern auch eine erhebliche Verjüngung stattgefunden hat. Noch deutlicher wird dies, wenn künftig der 37-jährige Jens Weidmann, bisheriger Bundesbank-Ökonom, vor den Journalisten Platz nehmen wird.

Mit seiner Ernennung zum wirtschafts- und finanzpolitischen Berater haben die Bundeskanzlerin und Kanzleramtschef Thomas de Maiziere nach zwei Monaten endlich die letzte wichtige Position im Machtzentrum der neuen Regierung besetzt. Mittlerweile sind die Chefposten aller sechs Abteilungen im Kanzleramt neu bestimmt worden. Damit steht das Team, das Merkel in allen wichtigen Fragen beraten wird.

Von einer systematischen politischen „Säuberung“ der Schröder-Mannschaft kann aber keine Rede sein: Sicher hatte Merkel mit ihrer Büroleiterin Beate Baumann und ihrer früheren Sprecherin Eva Christiansen ihre engsten Mitarbeiter mit ins Kanzleramt geholt. Auch Wilhelm hat – anders als sein Vorgänger Bela Anda – neben seinem Domizil im Bundespresseamt ein eigenes Büro in Merkels Nähe bezogen.

Aber der Wechsel sämtlicher Abteilungsleiter wurde auch durch die Sondersituation einer großen Koalition begünstigt. Denn der bisherige Leiter der Europa-Abteilung, Reinhard Silberberg, wird unter Frank-Walter Steinmeier Staatssekretär im Außenministerium. Der bisherige wirtschaftspolitische Berater Thomas Mirow wechselte als Staatssekretär in das ebenfalls SPD-geführte Finanzministerium und sein Kollege Günther Horsetzky (Abteilung III) ins Arbeitsministerium. Der bisherige Geheimdienstkoordinator Ernst Uhrlau wiederum wurde Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND).

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