Angela Merkel
Bundeskanzlerin sorgt sich um Reformdruck in Euro-Zone

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor einem nachlassenden Reformdruck in der Euro-Zone gewarnt. Die niedrigen Zinsen sorgten für eine Flaute.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, dass die niedrigen Zinsen den Reformdruck in der Eurozone erlahmen lassen könnten. „Europa steht besser da als zuvor, ist aber nach meiner festen Überzeugung noch nicht über den Berg“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin auf einem Wirtschaftskongress der Unions-Bundestagsfraktion. „Die negativen Wirkungen der sehr niedrigen Zinsen und des niedrigen Ölpreises sind natürlich die Gefahr, man reformiert nicht mehr so entschlossen, wie es einige Länder ja gemacht haben“, mahnte Merkel.

Sicher würden aber Euro-Staaten wie Spanien und Portugal entlastet, die entschiedene Reformen hinter sich hätten. Irland sei sogar Wachstumsmotor Europas, sagte sie. Das Land musste in Gegenzug für Finanzhilfen der internationalen Partner Reformen umsetzen.

„Da zeigt sich, was Reformen in der Kombination mit soliden Finanzen auch ausmachen. Deshalb wird die Bundesregierung auch weiter für diesen Kurs werben, obwohl wir international erheblichem Druck ausgesetzt sind“, betonte Merkel.
Zugleich warb sie entschieden für EU-Freihandelsabkommen mit Indien, Japan und den USA. Die Bundesregierung werde die EU-Kommission ermutigen, die Verhandlungen rasch zu führen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Angela Merkel: Bundeskanzlerin sorgt sich um Reformdruck in Euro-Zone"

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  • ACH...die Kanzlerin mach sich also Sorgen, dass die politischen Reformen in den EURO Ländern nicht angepakt werden....ja! was denkt denn diese Aushilfspolitikerin Merkel denn, was Sie erwarten durfte, wie diese den Maastricher Vertrag gebrochen hat und den ESM alternativlos eingeführt hat!?
    Das war doch der Freifahrtschein für die wirtschafltich und überschuldeten EURO-Staaaten sich auf die "Faule Reformverweigerungshaut" weiter auszuruhen und ihre Reformen erst gar nicht in Angriff zu nehmen. Schließlich bürgt und zahlt der deutsche Steuerzahler durch diesen alternativlosen Alleingang der ESM-Kanzlerin und sorgt dafür, dass die Reformen in den Schulden-Euro-Ländern auf Eis gelegt werden können und die Spekulanten weiter ihr Spiel auf Kosten des deutschen Wohlstand/Sparer/Arbeitnehmer weiter betreiben können.

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