Angela Merkel: Nahrung für Rumäniens Hoffnung auf Schengen-Beitritt

Angela Merkel
Nahrung für Rumäniens Hoffnung auf Schengen-Beitritt

Rumänien benötigt zum Beitritt zum Schengen-Raum die Unterstützung Deutschlands. Angela Merkel macht dem EU-Land nun vorsichtige Hoffnungen. Versprechen will die Bundeskanzlerin aber nichts.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat Rumänien vorsichtige Hoffnungen auf einen absehbaren Beitritt des EU-Landes zum Schengen-Raum und damit einen Abbau der noch bestehenden Grenzkontrollen gemacht. Die letzten EU-Fortschrittsberichte seien schon positiver gewesen, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit dem rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis. „Ich kann nichts zusagen. Aber ich glaube, ich verstehe, dass Rumänien auch bald einmal eine Antwort erwartet, die zeigt, dass es vorangeht“, sagte die Kanzlerin.

Innerhalb der EU hat in den vergangenen Jahren vor allem Deutschland bei einem Beitritt Rumäniens und Bulgariens zum Schengen-Raum gebremst. Als entscheidende Gründe waren stets Defizite im Rechtssystem angegeben worden. „Wir brauchen die Unterstützung Deutschlands“, sagte Iohannis. Er versicherte, dass Rumänien alle Anforderungen der EU auch für verschärfte Grenzkontrollen als Schengen-Außengrenze erfülle. Die Schwelle für einen Beitritt zum Schengen-Raum liegt besonders hoch, weil innerhalb der 32 Schengen-Länder keine Grenzkontrollen mehr vorhanden sind.

Sowohl Merkel als auch Iohannis wiesen den Eindruck zurück, dass es aus Rumänien vor allem eine Armutszuwanderung nach Deutschland gebe. Im Gegenteil handele es sich beim größten Teil der Zuwanderer um qualifizierte Fachkräfte. Iohannis erklärte, dass diese Wanderung zum Nutzen Deutschlands, aber zum Schaden seines Landes sei. Rumänien müsse eine Antwort auf das Problem finden und vor allem jungen Menschen eine Zukunft bieten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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