Angela Merkel plant 30 Auftritte
Berliner Prominenz unterstützt NRW-Wahlkampf

In der heißen Phase des nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampfes planen die Parteien einen bisher nicht da gewesenen Personal- und Materialeinsatz. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird neun Mal nach NRW kommen.

HB DÜSSELDORF Grünen-Außenminister Joschka Fischer besucht zwölf Veranstaltungen. Die CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel plant gar 30 Auftritte. Und FDP-Parteichef Guido Westerwelle soll bis zu 50 Termine zwischen Rhein und Weser absolvieren.

Der CDU-Landesverband hat ein Budget von 2,2 Millionen Euro von Januar bis zur Wahl am 22. Mai bereitgestellt und 2 000 Plakatgroßflächen reserviert. Die NRW-SPD gibt nach eigenen Angaben einen einstelligen Millionenbetrag aus, der höher liegen dürfte als bei der Konkurrenz. Die beiden Kontrahenten Peer Steinbrück (SPD) und Jürgen Rüttgers (CDU) haben zwei TV-Duelle im Mai ausgehandelt, eines voraussichtlich bei RTL, ein weiteres, das ZDF und WDR ausstrahlen werden.

Am kommenden Samstag eröffnen SPD und CDU die heiße Wahlkampfphase. CDU-Spitzenkandidat Jürgen Rüttgers erwartet in Oberhausen Parteichefin Merkel und die Unions-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Roland Koch, Christian Wulff und Peter Müller. NRW-Ministerpräsident Steinbrück (SPD) tritt in Dortmund mit Bundeskanzler Schröder, Parteichef Franz Müntefering und Landeschef Harald Schartau auf. Die Grünen werden am heutigen Donnerstag mit Vizekanzler Fischer in Essen das Startsignal für die verbliebenen sieben Wochen geben. Die FDP will den Landesparteitag am 16. April, ebenfalls in Essen, abwarten.

Die Parteien haben die Entscheidung am 22. Mai zu einer Richtungswahl erklärt und einen Lagerwahlkampf angekündigt. „Es gibt keinen Zweifel, dass hier eine rot-grüne Formation gegen eine schwarz-gelbe antritt“, sagte Ministerpräsident Steinbrück. NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) spitzte die Auseinandersetzung zu auf den Gegensatz: „liberal-kapitalistischer Rückwärtsgang oder sozial-ökologische Zukunft“. Beherrschendes Thema wird die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sein.

CDU-Landeschef Rüttgers und FDP-Spitzenkandidat Ingo Wolf streben eine „Koalition der Mitte“ an. Rüttgers fordert eine „neue politische Kultur“, die mehr Freiheit an Stelle staatlicher Regelung erlaube. „Es wird eine vorgezogene Bundestagswahl“, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Seine Partei wolle die „politische Tiefenströmung“ verstärken, die durch die Grundsatzrede des Bundespräsidenten Horst Köhler und dessen Aussagen zur „Vorfahrt für Arbeit“ erkennbar geworden sei.

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