Angela Merkel
„Saarland muss in guten Händen bleiben“

Bundeskanzlerin Merkel wirbt im Saarland für eine große Koalition unter Führung der CDU. Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer soll im Saarland auch für die Bundes-CDU gewinnen - doch die SPD liegt knapp vorne.
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DillingenZwei Tage vor der Landtagswahl hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut die Saar-CDU im Kampf um Platz eins in der angestrebten großen Koalition unterstützt. Als ehemalige Chefin einer großen Koalition wisse sie, dass es „nicht egal ist“, wer an der Spitze stehe, sagte die CDU-Vorsitzende am Freitagabend auf der „Endspurtveranstaltung“ der Saar-CDU in Dillingen. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) forderte ihre Partei auf, bis zur letzten Minute zu kämpfen, um am Schluss „die Nase vorn“ zu haben.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Umfragen, die CDU und SPD gleichauf sehen, betonte Merkel, es brauche „nicht viel Fantasie“, um zu wissen, dass es am Sonntag auf jede Stimme ankomme. Deshalb forderte sie vor den rund 1.500 Gästen ihre Partei auf, bis zur letzte Minute für die Wiederwahl von Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer zu kämpfen, damit man weiterhin sagen könne: „Das Saarland ist in guten Händen.“

Merkel räumte ein: „Richtig glücklich war ich nicht“, als Kramp-Karrenbauer ihr mitgeteilt habe, sie brauche im Saarland eine „stabile Regierung“ und sei auch bereit, „dafür in einen Wahlkampf zu gehen“. Dabei habe sie darauf hingewiesen, sie habe ihren Amtseid auf das Wohl des Saarlandes und nicht auf das Wohlbefinden der Parteivorsitzenden der CDU geschworen, „und das ist richtig so“, sagte Merkel unter großem Beifall. Kramp-Karrenbauer erwiderte: „Uns liegt dein Wohlergehen sehr am Herzen.“ Deshalb wolle sie am Sonntag gewinnen, für das Saarland und für die Bundes-CDU.

In den kommenden fünf Jahren gehe es darum, die Existenz des Saarlandes auf Dauer zu sichern. Deshalb kämpfe sie für eine Zukunft ohne Schulden, betonte die Ministerpräsidentin. In den vergangenen beiden Jahren habe die CDU-geführte Regierung bereits zwei Haushalte „unter dem Diktat der Schuldenbremse“ vorgelegt. In dieser Realität seien die Sozialdemokraten im Saarland erst seit wenigen Monaten angekommen. Die CDU Saar sei also das „Original an Verlässlichkeit, das andere eine billige Kopie“. Deshalb müsse es bis Sonntag heißen: „Keine Chance den Raubkopien, her mit dem Original.“

Bis Sonntag bleibe es ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“, betonte auch Kramp-Karrenbauer. In ersten Umfragen kurz nach dem Beschluss zu Neuwahlen hatte zunächst die SPD leicht vor der CDU gelegen. Vor diesem Hintergrund forderte Kramp-Karrenbauer mit einem Vergleich aus dem Radsport von ihrer Partei, bis zur letzten Minute nach dem Motto zu kämpfen: „Ran an die Pedale. Raus aus dem Windschatten und auf der Zielgeraden überholen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Angela Merkel: „Saarland muss in guten Händen bleiben“"

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  • "Übrigens das Saarland mit NRW zu vergleichen, der hinkt wohl ganz gewaltig in der Dimension."
    Richtig. NRW kann man von der Bevölkerungszahl her mit der ehemaligen DDR vergleichen (rund 18 Millionen).

  • @peter17
    Saarländer kennen den "Hochwald" natürlich besser.

    @SayTheTruth
    Die Klatsche wird schon mal erhoben. Und am Sonntagabend um 18:01h Weismann oder weiß auch nicht recht oder richtig, wie so etwas passieren konnte.

    Übrigens das Saarland mit NRW zu vergleichen, der hinkt wohl ganz gewaltig in der Dimension. In NRW geht es noch um Parteien, im Saarland eher um persönliche Affinitäten, die tief und tiefer liegen. Mit Partei und politischem Sachverstand, liebe Tante Merke(l)t hat das nicht zu tun.

    Das wird sich zeigen, wenn es den ein oder anderen Rutsch in die Versenkung gibt und manche wiederum ans Tageslicht kommen.

    Die Sendung "Wünsch Dir was" am Sonntag entfällt.

  • Hoffentlich ekommt die CDU eine richtige Klatsche - und das sag ich als Konservativer. Merkel muss mit ihrem Tantenverein eine Klatsche bekommen !!

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