Angriff aus dem Hinterhalt
Deutscher Soldat stirbt in Afghanistan

In Afghanistan ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein deutscher Soldat am Mittwoch in einem Hinterhalt getötet worden. Wie bereits der Angriff zuvor auf Bundeswehrsoldaten, ereignete sich auch dieser während des Besuchs von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD).

HB BERLIN/KABUL. Wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, wurde die Patrouille des Soldaten am Abend nahe Kundus mit Handfeuerwaffen und Granaten angegriffen. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden. Außenminister Frank Walter Steinmeier sprach von drei weiteren Verletzten. Das Feuergefecht ereignete sich gegen 19.00 Uhr (Ortszeit). Die Angehörigen wurden informiert. Damit sind nach Angaben des Ministeriums seit dem Beginn des Bundeswehreinsatzes 32 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Außenminister Steinmeier verurteilte den neuen Anschlag. Bei seinem Besuch in Kabul sprach der Minister von einem „feigen und heimtückischen Anschlag, der zeigt, dass die Feinde einer friedlichen Entwicklung Afghanistans vor so grausamen Taten nicht zurückschrecken“. „Auch solche Anschläge dürfen uns nicht davon abhalten, unsere Arbeit für eine bessere Zukunft dieses geschundenen Volkes fortzusetzen.“

Am Mittwoch war Steinmeier überraschend nach Afghanistan gereist. Bereits kurz nach seiner Ankunft hatte es einen Anschlag auf die Bundeswehr gegeben, bei dem fünf Soldaten leicht verletzt wurden. Es gebe keine Erkenntnisse, dass ein Zusammenhang zwischen dem Anschlag und dem Besuch Steinmeiers bestehe, erklärte das Verteidigungsministerium. „Spiegel Online“ berichtete, die Taliban hätten den Anschlag als Zeichen für den deutschen Außenminister bezeichnet. Die Taliban hätten von dem geheim gehaltenen Besuch gewusst. In Kabul traf Steinmeier Präsident Hamid Karsai. Der Minister sollte am Donnerstag nach Deutschland zurückkehren.

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