Anhebung des gesetzlichen Rentenalters
Rente mit 67: Wer länger arbeiten muss

Allen Protesten zum Trotz – der Bundestag hat mit großer Mehrheit die Rente mit 67 beschlossen. Ziel der Regierung ist, den Anstieg des Rentenbeitrags zu dämpfen. Der Beschluss bedeutet gleichzeitig für Millionen Bundesbürger eine längere Lebensarbeitszeit. Handelsblatt.com erklärt die Änderungen.

HB DÜSSELDORF. Das Rentenalter wird ab 2012 schrittweise angehoben. Ab 2029 soll es bei 67 Jahren liegen. Die Jahrgänge 1964 und jünger betrifft die Neuregelung also voll. Die Umstellung beginnt aber bereits mit dem Geburtsjahrgang 1947, der bis zur vollen Rente einen Monat länger arbeiten muss (siehe Tabelle).

Allerdings kann, wer Abschläge in Kauf nimmt, auch in Zukunft früher in Rente gehen: Frühestmöglicher Zeitpunkt ist das vollendete 63. Lebensjahr. Für jeden Monat vorzeitigen Rentenbezugs wird die Rente aber um 0,3 Prozent gekürzt.

Rechenbeispiele: Wenn ein Beschäftigter des Geburtsjahrganges 1959 bereits mit 63 in den Ruhestand gehen will (das sind nach der obigen Tabelle 38 Monate vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter), dann ergibt sich daraus ein lebenslanger Rentenabschlag von 11,4 Prozent (38 Monate mal 0,3 Prozent).

Wer 1964 geboren ist (das ist der erste Jahrgang, für den die Rente mit 67 uneingeschränkt gilt) und dennoch mit 63 Jahren in Rente gehen will, dem wird die Rente um 14,4 Prozent gekürzt. Umgekehrt gilt aber auch: Wer künftig bis 67 statt bis 65 arbeitet, erwirbt damit auch höhere Rentenansprüche. Für einen Durchschnittsverdiener bringt das (nach heutigem Stand) eine monatliche Rentensteigerung von 52,26 Euro im Westen und 45,94 Euro

WANN SIE OHNE ABSCHLÄGE IN RENTE GEHEN KÖNNEN
JahrgangAlter*Renteneintritt
1946652011
194765+12012
194865+22013
194965+32014
195065+42015
195165+52016
195265+62017
195365+72018
195465+82019
195565+92020
195665+102021
195765+112022
1958662023
195966+22024
196066+42025
196166+62026
196266+82027
196366+102028
ab 1964672029
*in Jahren und Monaten
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