Annegret Kramp-Karrenbauer
Bildungspolitik definiert den Kern der CDU

Die neue Richtung in der Bildungspolitik wird den Kern der CDU mit definieren, sagt die designierte saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer. So eine Entscheidung wird nicht ohne scharfe Debatten fallen.
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BerlinDie designierte Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) rechnet mit einer intensiven Debatte in der Union. Die Neupositionierung in der Bildungspolitik gehöre „wie die Entscheidungen zur Wehrpflicht oder zur Energiepolitik zur Diskussion, was die CDU in ihrem Kernbereich ausmacht“, sagte Kramp-Karrenbauer, die derzeit im Saarland noch Sozialministerin ist, dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). „Umso wichtiger ist jetzt eine intensive Debatte in der Partei“, sagte sie.

Vor allem die Debatte um die Mehrgliedrigkeit des Schulwesens und die Frage nach den Kompetenzen im Föderalismus würden zu Debatten führen. Zwar stehe nicht das Kooperationsverbot des Bundes und der Länder infrage. „Es geht generell um die Frage, wie man vernünftig zusammenarbeiten kann“, sagte sie. So sei es wichtig, gemeinsame Bildungsstandards und Prüfungen weiterzuentwickeln. „Das gilt etwa für das Zentralabitur, damit jeder bundesweit die gleichen Chancen hat.“ Die demographische Entwicklung mache es schwer, wohnortnah alle Schulabschlüsse anzubieten. „Wir müssen die Realität akzeptieren“, sagte sie. „Entscheidend ist, ob die Schüler das passende pädagogische Angebot haben. Da spielt es keine Rolle, ob Hauptschule über dem Eingang steht oder etwas anders.“

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

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