Anruf bei „Bild“ Wulff fürchtet Veröffentlichung der Nachricht nicht

Bundespräsident Christian Wulff hat offenbar keine Angst vor der Veröffentlichung seiner Nachricht auf dem Handy von „Bild“-Chef Kai Diekmann. Nach Aussage seines Anwalts müsse die Zeitung selbst darüber entscheiden.
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Angeblich wollte Wulff die kritische Berichterstattung nicht verhindern. Quelle: dpa

Angeblich wollte Wulff die kritische Berichterstattung nicht verhindern.

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BerlinBundespräsident Christian Wulff fürchtet nach Darstellung seines Anwalts nicht die Veröffentlichung des Inhalts seiner Nachricht auf dem Mobiltelefon von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann. Wenn die „Bild“-Zeitung „das tun will, dann mag sie es tun“, betonte der Medienanwalt Gernot Lehr am Montag im Deutschlandfunk. „Das muss sie selbst in eigener Verantwortung entscheiden.“

„Es ist nicht richtig, dass hier eine große Angst besteht vor einer Veröffentlichung, aber es ist Angelegenheit der 'Bild'-Zeitung, diesen Tabubruch zu begehen“, sagte Lehr weiter. Wulff habe in seinem Schreiben von vergangener Woche deutlich gemacht, dass die Medien in eigener Verantwortung entscheiden müssten, ob sie ein solches Dokument veröffentlichten. „Er hat ihnen keinen Persilschein dafür gegeben“, sagte Lehr.

Dem Dokument wird eine große Bedeutung zur Klärung der Frage beigemessen, ob Wulff eine Verhinderung der kritischen Berichterstattung über seinen Hauskredit verhindern wollte, wie die „Bild“-Zeitung argumentiert. Wulff selbst hatte in einem Fernsehinterview beteuert, er habe die Berichte nicht verhindern wollen, sondern nur um Aufschub bei der Veröffentlichung gebeten.

Mittlerweile sind zahlreiche Passagen der Mitschrift von Wulffs Botschaft auf der Mailbox von Diekmann undementiert veröffentlicht. Daraus geht sowohl hervor, dass Wulff um eine Verschiebung bat, zugleich aber auch juristische Schritte angekündigt und eine Pressekonferenz zu den journalistischen Methoden der Zeitung in Aussicht gestellt hatte.

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7 Kommentare zu "Anruf bei „Bild“: Wulff fürchtet Veröffentlichung der Nachricht nicht"

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  • Er hat ihnen keinen Persilschein dafür gegeben“, sagte Lehr. der Medienanwalt Gernot Lehr am Montag im Deutschlandfunk „Es ist nicht richtig, dass hier eine große Angst besteht vor einer Veröffentlichung, aber es ist Angelegenheit der 'Bild'-Zeitung, diesen Tabubruch zu begehen“, sagte Lehr weiter.

    Also, wann endlich veröffentlicht man diesen „Mist“, um endlich dieses Tabugerede mit oder ohne Persilschein zu beenden. Übrigens heißt es ja nicht umsonst, Persil wäscht weißer als weiß alles rein. Na – da kann sich doch Wulff nur freuen – wieder seine weiße Weste zurück zu bekommen – oder?

  • Wulff steht als Synonym für alle Politiker. Man kann bei jedem unserer Politiker "bohren" und jeder Politiker wird sich als korrupt und kriminell erweisen. Das ist die traurige Wahrheit. Wulff wird nun exemplarisch euthanasiert, weil er etwa gegen das Estatblishment gesagt hat und die Presstituierten und der Rest der kriminellen Psychopathen, die sich unsere selbsternannte Elite nennen, zeigen wollen, dass sie JEDEN ihresgleichen zerstören können. Sozusagen als Warnung. Und der DummMichel hetzt auf das Synonym, anstatt das falsche System dahinter zu erkennen und es abzureissen.

  • Wulff (ich vermeide, Bundespräsident zu sagen)hat sich in ein Gespinst aus Viertel- und Halbwahrheiten verstrickt. Er entlarvt sich durch seine Sprache (Krieg führen, Rubicon überschritten, Stahlgewitter)als autoritärer Kleingeist, der die Presse nötigt.

    Bitte verschont uns von dieser Person. Er ist nicht mehr zu ertragen.

  • Wulff (ich vermeide, Bundespräsident zu sagen)hat sich in ein Gespinst aus Viertel- und Halbwahrheiten verstrickt. Er entlarvt sich durch seine Sprache (Krieg führen, Rubicon überschritten, Stahlgewitter)als autoritärer Kleingeist, der die Presse nötigt.

    Bitte verschont uns von dieser Person. Er ist nicht mehr zu ertragen.

  • Gott sei Dank! Zumindest sind die Einzelheiten der "Brot- und Wulff-Spiele" nicht mehr Gegenstand der Handelsblatt-Headlines. Beim TV-Frühschoppen mit internationalen Journalisten haben Franzosen, Italiener und Russen übereinstimmend das Einmalige des deutschen Präsidenten-Bashings bestätigt. So etwas kann es nur in Deutschland geben: Monatelange Diskussionen über Privat-Angelegenheiten eines überflüssigen Amtsträgers!
    In einem Land wo der Juchtenkäfer genehmigte Bahnhofsbauten stoppen kann, dem Bau von Krötentunneln Priorität eingeräumt wird, der Bau von Windkraftanlagen im Meer wg. der Anwesenheit von Seehunden beanstandet wird, notwendige Stromleitungen für erneuerbare Energien nicht gebaut werden können - kann es keinen Fortschritt geben.
    Das ganze Parlament ist damit beschäftigt, dem Wulff-Ticker ständig neue Statements zu liefern - die Linke Nahles fordert Neuwahlen - über den Nachfolger wird bereits diskutiert - möglichst wieder ein Pastoren-Töchterlein als Wulff-Nachfolger!
    Haben wir denn noch alle Tassen ims Schrank?

  • Es ist doch vollkommen gleichgueltig, wer (und mit welchen Motiven) Wulff demaskiert hat. Luegen/Halbwahrheiten, windige
    Geschaefte, Vorteilsnahme, Flug-Affaere, Amigos... Brauchen wir so einen als Praesidenten? In 1 Jahr ist alles vergessen, sagt er und klebt wieter fest am Sessel... Ich hoffe, er ist noch schneller vergessen...

  • Jeder weiß und den Wahrheitsgehalt udn um das Nivau der BILD. Und jetzt tun plötzlich alle so, als wenn BILD eine seriöse Informationsquelle ist.

    Aber wie man sieht, die schweigende Mehrheit von Deutschland läßt sich offensichtlich nicht so leicht von der BILD verführen. Man kann eben stolz auf Deutschland sein, so lange die schweigende Mehrheit besser informiert ist, als BILD es gerne hätte.

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