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Ansgar Heveling: Protestwelle überrollt netzkritischen CDU-Abgeordneten

So schnell wird man bekannt: In einem Gastbeitrag prophezeit der CDU-Hinterbänkler Ansgar Heveling dem sozialen Netz den raschen Tod - und genießt einen Schub an Aufmerksamkeit.

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Das Twitter-Logo.
Das Twitter-Logo.

DüsseldorfAnsgar Heveling kannte im Netz kaum einer – bis er in einem Handelsblatt-Gastkommentar das Ende des Web 2.0 prophezeite. Nur Minuten nachdem ein vom CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling für das Handelsblatt verfasster Meinungsbeitrag online gegangen war, schoss die kritisierte Netzgemeinde zurück. Mal lustig, mal ungläubig, mal empört. Nach nur wenigen Stunden wurde auch seine Internetpräsenz gehackt und es fanden sich kurzzeitig falsche Verkündungen seines Rücktritts. Auf Twitter wurde im Sekundentakt gezwitschert – logische Folge: Das Twitter-Stichwort #Heveling wurde deutschlandweit zum führenden Top-Trend. Viele Twitterer interpretierten den Kommentar des CDU-Bundestagsabgeordneten als „Kriegserklärung“ und äußerten offen ihr Unverständnis.

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„Bitte sagt mir, dass dieser #Heveling seinen Beitrag lediglich als Satire verfasst hat - soviel Realitätsverlust muss doch wehtun!“, kritisiert beispielsweise der Twitter-Nutzer "EinAugenschmaus", während "JensWuerfel" die „Einführung von Intelligenztests bei der Zulassung zum Bundestagsabgeordneten“ fordert. "mjolner" fragt: „Sind alle anderen Positionen von Heveling ähnlich fundiert? Wie kann man so in der CDU Karriere machen?“, und "jowes" bemerkt zynisch: „Also, so gekonnt wie Ansgar Heveling hat sich selten jemand für ein gesamtes Politikfeld disqualifiziert. Respekt!“

Auch ein Bild, auf dem Ansgar Heveling lächelnd hinter einem BILD-Cover hervorlugt, wurde via Twitter rasch weitergegeben. Headline in Großbuchstaben: „Web beißt wehrloses Kind.“ Ein anderes Bild zeigt Heveling, von einem Schriftzug umrahmt: „Ich werfe das Internet in den Schicksalsberg.“

Reaktionen in Storify Ein einsames Lob unter viel Kritik

Die Kritik an Hevelings Beitrag überwog im Netz. Doch auch Zustimmung fand sich für seine provokante Position - und zwar von prominenter Stelle aus einem großen Verlag.

Reaktionen in Storify: Ein einsames Lob unter viel Kritik

Noch derberer Spott wurde unter dem Hashtag #hevelingfacts verbreitet, so zum Beispiel: „Ansgar Heveling warnt: Wer den Seeweg nach Indien sucht, fällt nur über den Rand der Welt.“ Und: „Ansgar Heveling besitzt kein Auto, denn eine Kutsche ohne Pferd wird sich nie durchsetzen.“ Oder auch: „Ansgar Heveling bittet #Hevelingfacts einzustellen. Dem Sekretariat ist das Papier zum Ausdrucken ausgegangen.“ Und nicht zuletzt: „Strom ist total überbewertet, gefährlich und schadet den Kerzenherstellern und Lieferanten.“

Hevelings Text wurde sogar bereits von Podcast-Autor Tim Prittlove vertont.

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16 Kommentare

  • 31.01.2012, 21:37 UhrTina.Halberschmidt

    Stimmt, korrigieren wir. Da ich das hier im Feierabend schreibe, geben Sie mir aber bitte bis morgen. :-)

  • 31.01.2012, 18:46 UhrAnonymer Benutzer: l3viathan

    Kleine Korrekturen: Tim heißt "Pritlove" (mit nur einem "t") und @EinAugenschmaus ist weiblich, also Nutzerin.

  • 31.01.2012, 09:17 UhrAnonymer Benutzer: bitso

    Hihi, "gehackt" wurde die Seite also. Ich würde ja eher sagen, dass man sich schlicht und einfach eingeloggt hat.

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