"Ansturm von Bedürftigen"
Lebensmittel-Tafeln rechnen mit mehr Armut

Die ehrenamtlichen Lebensmittel-Tafeln in Deutschland rechnen mit einer Zunahme der Armut durch das künftige Arbeitslosengeld II.

HB WEIMAR. Bereits jetzt seien 500 000 Menschen in Deutschland so arm, dass sie regelmäßig Essen-Spenden in Anspruch nehmen müssten, teilte der Bundesverband der Tafeln am Freitag in Weimar mit. „Das Arbeitslosengeld II wird den Tafeln einen enormen Ansturm von neuen Bedürftigen bescheren“, sagte die Bundesvorsitzende Gerda Hohaus auf dem Jahrestreffen des Verbandes.

Bundesweit versorgen 400 Tafeln sozial Bedürftige mit Lebensmitteln. Ein Drittel der Spendenempfänger sind Kinder. Die Tafeln sammeln bei Supermärkten und Lebensmittelherstellern nicht verkaufte Esswaren und geben sie an Bedürftige ab. Von 2005 an sollen Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt und durch das neue Arbeitslosengeld II ersetzt werden. Langzeitarbeitslose erhalten dann maximal 345 Euro (alte Länder) beziehungsweise 331 Euro (neue Länder) monatlich. Das verschärfe deren Situation, sagte Hohaus. Bereits jetzt seien viele Langzeitarbeitslose auf die Tafeln angewiesen.

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