Anteil am Bruttoinlandsprodukt soll steigen
Bundesregierung will Entwicklungshilfe aufstocken

Deutschland will seine Ausgaben für Entwicklungshilfe deutlich erhöhen. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte in einem am Donnerstag vorab veröffentlichten Interview der „Bild“-Zeitung eine entsprechende Aufstockung des Etats für das Jahr 2008 um 750 Millionen Euro an.

HB BERLIN. „Kein Etat eines anderen Ressorts der Bundesregierung wird prozentual stärker steigen“, sagte sie eine Woche vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm. Laut Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul haben Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück eine jährliche Erhöhung der Ausgaben um diese Summe bis mindestens zum Jahr 2011 zugesagt. Bundespräsident Horst Köhler rief die Industrieländer zu einem stärkeren Engagement für Afrika auf.

Wieczorek-Zeul bezeichnete die Aufstockung der deutschen Entwicklungshilfe in der „Süddeutschen Zeitung“ von Freitag als „Signal für die anderen Mitglieder der G-8-Runde“. Die Erhöhung sei eine gute Basis dafür, den Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttoinlandsprodukt bis 2010 auf 0,51 Prozent zu steigern.

Der Chefunterhändler der Bundesregierung für den G-8-Gipfel, Bernd Pfaffenbach, versicherte, die Bundesregierung stehe fest zu ihren Zusagen. „Wir werden das so aufstocken, dass wir auf einen Pfad kommen, an dessen Ende die Zahl 0,51 steht“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ von Freitag.

Köhler forderte von den Industrieländern einen Perspektivenwechsel für Afrika. Der Kontinent sei voller Potenzial und Kreativität und werde zu Unrecht „fast automatisch mit Armut, Korruption und Krankheit in Verbindung gebracht“, schreibt der Bundespräsident in einem Beitrag der „Frankfurter Rundschau“ von Freitag. Eine positive Entwicklung in Afrika bringe auch den Europäern Vorteile.

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