Antisemitismus-Vorwurf
Hohmann entschuldigt sich öffentlich

Der wegen antisemitischer Äußerungen unter Druck geratene CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann hat sich am Samstag öffentlich entschuldigt.

HB BERLIN. Hohmann sagte an seinem Wohnort Neuhof im osthessischen Kreis Fulda: «Es war nicht meine Absicht, die Einzigartigkeit des Holocaust zu leugnen» und «die Juden als Tätervolk zu bezeichnen». Wenn ein anderer Eindruck entstanden sei, dann entschuldige er sich dafür ganz ausdrücklich. Er bedaure auch, wenn dadurch Gefühle verletzt worden seien.

Hohmann hatte am 3. Oktober auf einem Empfang der CDU in seinem Heimatort Neudorf laut zeitweise auf der Internet-Seite der CDU-Neuhof veröffentlichtem Redetext gesagt: „Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als „Tätervolk“ bezeichnen. Das mag erschreckend klingen. Es würde aber der gleichen Logik folgen, mit der man Deutsche als Tätervolk bezeichnet.“ Und wenig später war er zu dem Schluss gekommen: „Verbindendes Element des Bolschewismus und des Nationalsozialismus war also die religionsfeindliche Ausrichtung und die Gottlosigkeit. Daher sind weder "die Deutschen", noch "die Juden" ein Tätervolk.“ Die Äußerung war erst am Donnerstag bekannt geworden und hatte empörte Reaktionen ausgelöst. Auch die CDU-Spitze distanzierte sich von dem hessischen Abgeordneten.

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