Antragsflut durch die neuen Hartz-Fragebögen
Bundesagentur will angeblich zusätzliche Mitarbeiter ausleihen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will einem Zeitungsbericht zufolge gegen Ende des Jahres notfalls rund 2000 Mitarbeiter ausleihen, um die Antragsflut durch die neuen Hartz-Fragebögen zu bewältigen und eine pünktliche Auszahlung des neuen Arbeitslosengeldes II sicher zu stellen. Die Beamten sollen von Deutscher Bahn, Post und Postbank kommen.

HB BERLIN. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete am Donnerstag vorab aus ihrer Freitagausgabe, dies sähen Notfallpläne der Nürnberger Behörde für den Fall vor, dass die Rücksendung der Anträge auf Arbeitslosengeld II weiter so schleppend wie bisher laufe. Eine Sprecherin der Behörde sagte dazu am Abend: „Ich kann derlei Pläne nicht bestätigen.“ Die BA denke natürlich darüber nach, wie sie die Anträge rechtzeitig bearbeiten könne, wenn der Rücklauf erst spät komme und gegen Ende des Jahres eine entsprechende Antragsflut zu bewältigen sei.

Die Behörde hatte bereits am Mittwoch mitgeteilt, dass von den 2,2 Mill. Beziehern von Arbeitslosenhilfe bis Ende voriger Woche nur rund neun Prozent vollständige Anträge eingereicht hätten. Der Rücklauf sei geringer als wünschenswert, gefährde bislang aber nicht den Zeitplan. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt hatte für Mitte August mit einer Quote von 13 % gerechnet.

Der Zeitung zufolge will sich die Behörde notfalls zur Bearbeitung der Anträge Mitarbeiter von den Auffanggesellschaften von Deutsche Bahn, Post und Postbank auf dem Wege der Amtshilfe ausleihen. Derzeit sind bereits 3000 Beamte der Telekom-Auffanggesellschaft Vivento bei der BA und den Arbeitsagenturen zur Umsetzung der Hartz-Reform eingesetzt. Mit der Reform werden zum Jahresanfang 2005 Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt.

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