Antrittsbesuch in NRW
Hier kommt der Gauck

Düsseldorf, Bottrop, Duisburg – einen Kurztritt durch Rheinland und Ruhrpott hat Bundespräsident Joachim Gauck am Montag unternommen. Bei seinem Antrittsbesuch in NRW traf er auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
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DüsseldorfAcht Monate nach Beginn seiner Amtszeit ist Bundespräsident Joachim Gauck am Montag zu seinen offiziellen Antrittsbesuch in Nordrhein-Westfalen eingetroffen. In Düsseldorf trug sich das Staatsoberhaupt im Beisein von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zunächst in das Gästebuch der Staatskanzlei ein. Im Anschluss traf er Mitglieder des Kabinetts und die Fraktionsvorsitzenden. Hinter verschlossenen Türen sprach er über die Energiewende, arme Kommunen und benachteiligte Kinder.

Im Düsseldorfer Rathaus kam er mit Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) zusammen. Dabei zeigte er sich von den Erfolgen der Stadt in der Wirtschafts- und Kommunalpolitik beeindruckt. Düsseldorf ist seit 2007 schuldenfrei und nach eigenen Angaben Vorreiter bei der Schaffung von Betreuungsplätzen für unter Dreijährige. „Wenn es ihnen gelingt, hier Beispiele zu schaffen, ist das für das ganze Land und die Politik von Bedeutung", sagte Gauck.

„Man will ja nicht immer nur die glänzenden Dinge sehen“, hatte Gauck vor dem Gespräch gesagt. In NRW befinde sich vieles im Wandel. Er wolle sich darüber informieren, wie die Landesregierung die Probleme beheben wolle. Zu DDR-Zeiten sei NRW mit seinen rauchenden Schloten und vielen Unternehmen für ihn der Westen schlechthin gewesen. „Das hat sich dann gewandelt. Vieles ist zur Last geworden, was zunächst Reichtum bedeutet hatte“, sagte Gauck.

Am Nachmittag fuhr Gauck weiter ins Ruhrgebiet nach Bottrop und ließ sich dort das Projekt „InnovationCity“ vorstellen: Ein Stadtquartier soll zu einem Modell für Energieeffizienz werden, in dem durch energetische Sanierung des Bestands bis 2020 rund die Hälfte des Treibhausgases Kohlendioxid eingespart wird. „Es tut uns gut, dass sie gekommen sind“, sagte der Moderator des Initiativkreises Ruhr, Bodo Hombach. Gauck blicke „in alle Richtungen“, während die Sorge um den Aufbau sich zumeist nach Osten richte.

Am Abend will Gauck noch ein Familienzentrum in Duisburger Stadtteil Hochfeld besuchen. Dort werden Kinder aus 26 verschiedenen Nationen betreut. Am Abend steht ein Bürgerempfang im Landschaftspark Duisburg-Nord auf dem Programm.

 


Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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