Anwälte hatten Freilassung beantragt
Motassadeq bleibt in Haft

Der wegen der Beteiligung an den Anschlägen vom 11. September 2001 als Terrorhelfer verurteilte Marokkaner Mounir El Motassadeq bleibt in Haft.

HB BERLIN. Das teilte die Kanzlei seines Anwalt Josef Gräßle-Münscher am Montag in Hamburg mit.

Das Hanseatische Oberlandesgericht lehnte eine Aufhebung des Haftbefehls gegen den mutmaßlichen Terrorhelfer am Montag in Hamburg ab. El Motassadeqs Anwälte hatten bereits unmittelbar nach der Freilassung des Angeklagten im zweiten Hamburger Terrorprozess, Abdelghani Mzoudi, am vergangenen Donnerstag auch die Entlassung ihres Mandanten beantragt.

El Motassadeq war im Februar 2003 wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3000 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Höchststrafe von 15 Jahren Haft verurteilt worden. Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, saß der Marokkaner weiterhin in Untersuchungshaft.

Im Mzoudi-Verfahren hatte der Vorsitzende Richter Klaus Rühle die Entlassung des Angeklagten verfügt, weil ein dringender Tatverdacht nicht mehr gegeben sei. In einer Erklärung des Bundeskriminalamtes stellte eine anonyme „Auskunftsperson“ fest, dass weder Mzoudi noch El Motassadeq in die Vorbereitung der Attacken eingebunden waren. Das OLG betonte, dass anders als im Mzoudi-Verfahren bei El Motassadeq bereits ein Urteil ergangen ist. Das BKA-Dokument habe darum nur Relevanz, wenn Wiederaufnahmegründe vorlägen.

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