Appell an Bundesländer
Drogenbeauftragte fordert Rauchverbot für Schulen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat an die Bundesländer appelliert, ein Rauchverbot an den Schulen zu verhängen. Gerade bei Mädchen müsse eine gezielte Aufklärung vor dem Nikotinkonsum geleistet werden.

HB OSNABRÜCK. In Ländern, in denen dies noch nicht gelte, müssten „unbedingt entsprechende Gesetze auf den Weg gebracht werden“, sagte die SPD-Politikerin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Es müsse bestimmte Bereiche geben, wo man nicht raucht. „Die Schule ist so einer, Krankenhäuser sind ein anderer.“

Zwar gelte das Rauchen unter Jugendlichen als „zunehmend uncool“. Mädchen rauchten aber „verhältnismäßig noch mehr als die Jungs“. Dabei sei es für sie „besonders gefährlich, wenn andere Risikofaktoren dazukommen, zum Beispiel die Pille oder eine Schwangerschaft“.

Während Mädchen eher zum Nikotin als Suchtmittel griffen, neigten männliche Jugendlichen eher zum Alkohol, erklärte Bätzing und forderte Gastwirte auf, bei der Abgabe von Alkohol strikter auf die geltenden Jugendschutzgesetze zu achten. Auch Behörden müssten „genauer hinsehen und stärker kontrollieren“. Denjenigen, die Verantwortung hätten, zum Beispiel auch Vereins- oder Festzeltwirte, dürfe es „nicht darum gehen, möglichst viel Bier am Wochenende umzusetzen, sondern zu schauen: An wen verkaufe ich das eigentlich?“

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