Appell an moralische Pflichten: Fischer attackiert Steuerflüchtlinge

Appell an moralische Pflichten
Fischer attackiert Steuerflüchtlinge

Außenminister Fischer hat die Steuerflucht ins Ausland kritisiert. Reiche hätten eine gesellschaftliche Verantwortung, sagt er und betonte zugeleich das Festhalten der Regierung an der Reformpolitik.

HB BERLIN. In einem Interview mit «Bild am Sonntag» (BamS) ist Außenminister Joschka Fischer für eine Weiterführung der Reformen in Deutschland eingetreten und hat Steuerflüchtlinge heftig kritisiert.

Die Tatsache, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder von der «Grenze der Belastbarkeit» gesprochen habe, «bedeutet keine Abkehr von der Reformpolitik», sagte der Grünen-Politiker. «Wir müssen darauf achten, dass wir die Unterstützung der Menschen nicht verlieren, ohne vom Kurs der Erneuerung abzukommen.» Ein Hin und Her dürfe man sich nicht erlauben.

Zur Steuerflucht sagte Fischer, Wohlhabende hätten «eine moralische Pflicht», ihr Geld in Deutschland zu versteuern. Gesundheitssystem, Straßen, Schulen und Sicherheit könnten nicht nur von den kleinen Leuten finanziert werden, betonte er. Reiche stünden hier in der Verantwortung.

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