Appell in der Flüchtlingsdebatte
SPD fordert Prominenten-Aufstand gegen Rassismus

„Ärzte“-Sänger Farin Urlaub macht in einem Interview deutlich Front gegen Rassismus. Prompt dankt ihm Justizminister Maas via Twitter. SPD-Vize Stegner und die Polizeigewerkschaft rufen zur Nachahmung auf.
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BerlinIn der Debatte um den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland hat der SPD-Bundesvize Ralf Stegner Prominente aus Gesellschaft und Kultur aufgerufen, deutliche Flagge zu zeigen gegen jede Art von Fremdenhass und Rassismus. „Gegen Intoleranz, Rassismus, verbale Hetze gegen Schwächere und Angriffe auf Flüchtlinge muss sich die Zivilgesellschaft zur Wehr setzen. Wenn das gerade auch die Frauen und Männer tun, die im Sport, in der Musik oder in anderen Bereichen als Idole eine Vorbildfunktion erfüllen können, dann ist das sehr zu begrüßen“, sagte Stegner dem Handelsblatt.

Stegner nahm dabei Bezug auf den Sänger der Band „Die Ärzte“, Farin Urlaub, der sich in einem Interview deutlich zu den Themen Pegida, Fremdenhass und Rassismus geäußert hatte. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat daraufhin über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt: „Danke Farin Urlaub! Klares Statement, deutliche Ansage. Brauchen mehr solche Frontmänner.“

Stegner erklärte dazu: „Wir brauchen einen Aufstand der Anständigen gegen den Ungeist der Menschenfeindlichkeit und Gewalt. Das Land, aus dem einst Menschen vor der Nazidiktatur fliehen mussten und anderswo Aufnahme fanden, muss heute den Artikel 1 des Grundgesetzes – „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ - mit Leben erfüllen.“

Der „Ärzte“-Sänger, der eigentlich Jan Vetter heißt, war von dem kleinen Veranstaltungsmagazin „Frizz“ aus Halle auf Pegida und den Brandanschlag von Tröglitz angesprochen worden, woraufhin dieser erklärte: „Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben. Denn auch diese Leute wollen sich gut fühlen und auf irgendwas stolz sein. Also suchen sie sich jemanden aus, der anders ist als sie, und halten sich für besser. Oder sie sind bekloppterweise stolz darauf, deutsch zu sein, wozu keinerlei Leistung ihrerseits nötig war.“

Kommentare zu " Appell in der Flüchtlingsdebatte: SPD fordert Prominenten-Aufstand gegen Rassismus"

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  • Die deutsche Presse-Agentur (dpa) verbietet ihren Journalisten künftig die Bezeichnung "Asylkritiker" oder "Asylgegner" zu verwenden!!!

    dpa schreibt: Auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wird in ihrer Berichterstattung über Proteste gegen Flüchtlinge künftig nicht mehr von Asylkritikern oder Asylgegner schreiben. "Das sind missverständliche Begriffe, die den tatsächlichen Sachverhalt verschleiern und beschönigen" sagt dpa-Cgefredakteur Sven Gösmann. Stattdessen sollten in jedem Einzelfall die Demonstranten sowie deren Motivation so konkret wie möglich beschrieben werden. "Und wenn wir einen übergreifenden Begriff für die Gesinnung brauchen, die zu diesen Formen des Protestes führt, wird es am ehesten "Fremdenfeindlichkeit" sein."

  • Was bitte haben Migrationsbedenken der deutschen Bürger mit Rassismus zu tun, verehrte SPD und Freunde? ...
    Bei den linken Parteien kristallisiert sich immer mehr heraus, dass sie bei fehlenden Argumenten die Durchsetzung ihrer ideologischen Ziele mit Lüge und Verleumdung erreichen wollen. Das ist erbärmlich und verrät das eigene Land. Aber Vaterlandsverräter gab es schon immer.

  • Für diese Leute sind alle, die mal etwas andres sagen als es der grün-linke Mainstream fordert, eben Rassiten und Rechte. So einfach ist das.
    Da ist dann deren Welt wieder in Ordnung.
    Von den vielen sex. Üergriffen auf Frauen und junge Mädchen, die zunhemend passieren, von den ach so armen und schutzbedürftigen "Flüchtlingen" reden diese Politikr nicht.
    Die sind so weit vom Volk entfernt, dass sie gar nicht wissen, was für Probleme es gibt.
    Wenn ich diesen Heiko Maas schon sehe und höre und diesen Volker Beck, wird mir ganz anders
    Und solche Möchtegern-Schuspieler wie diesen Till Schweiger nach vorne zu shikcne, da gibt sich SPD selbst auf.
    Und wann nehmen dies ganzen Gutmenschen endlich solche "Flüchtlinge" bei sich auf?

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