Arbeitgeber wollen Tarifangebot vorlegen
Warnstreiks in der Metallindustrie gehen weiter

Im Tarifkonflikt in der deutschen Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Montag die Warnstreiks fortgesetzt.

HB HAMBURG. In den Morgenstunden legten 300 Mitarbiter der Robert Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach vorübergehend ihre Arbeit nieder. Auch die Belegschaft von Alcatel SEL in Arnstadt war zum Warnstreik aufgerufen. In Berlin traten die Beschäftigten von fünf Betrieben mit Beginn der Frühschicht in einen Warnstreik. Erstmals kam es auch in der Lausitz zu Arbeitsunterbrechungen. Am Mittag sollen nach dem Willen der Gewerkschaft bei Opel in Eisenach bereits zum dritten Mal die Bänder still stehen.

Die Arbeitgeber hatten am Wochenende ein erstes konkretes Angebot angekündigt. „Wir wollen unseren Zahlenvorschlag in dieser Woche präzisieren“, sagte der Chef des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, der „Welt am Sonntag“. Gleichzeitig dämpfte er Erwartungen, ein Angebot könne oberhalb des mit rund 1,2 Prozent veranschlagten jährlichen Produktivitätsfortschritts der Branche liegen. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die 3,4 Mill. Beschäftigten.

In den einflussreichen Tarifgebieten Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg mit zusammen 1,5 Millionen Beschäftigen gehen die Tarifverhandlungen am Donnerstag (6. April) weiter. Auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt gibt es eine neue Tarifrunde.

Seit Ende der Friedenspflicht am vergangenen Mittwoch nach Mitternacht haben sich nach Gewerkschaftsangaben rund 245 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%