Arbeitgeberpräsident
Hundt bricht Lanze für guten alten Tarifvertrag

Steht der deutsche Flächentarifvertrag vor einer Renaissance? Seit Jahren schrumpft die Zahl der Beschäftigten, die von Verträgen erfasst sind, die für eine ganze Branche gelten. Doch nun fordert ausgerechnet der oberste Vertreter der Arbeitgeber einen Kurswechsel: „Mein Ziel ist es, dass die Tarifbindung in unserem Lande wieder wächst“, verkündete Verbandspräsident Dieter Hundt.
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BERLIN. Zugleich verabschiedete sich Hundt diese Woche auf dem Arbeitgebertag von einer alten Forderung der Wirtschaft: Seit Jahren drängen die Arbeitgeber die Politik, per Gesetz zu regeln, dass Betriebsräte und Geschäftsführungen von Unternehmen betriebliche Bündnisse für Arbeit auch gegen den Willen der Gewerkschaften schließen dürfen – wenn etwa durch die darin vereinbarten Lohnkürzungen Jobs gesichert werden können.

Nun stellte Hundt lapidar fest: „Wir brauchen keine gesetzliche Regelung mehr.“ Dabei waren die Chancen, dass ein solches Gesetz tatsächlich verabschiedet werden könnte, nie größer als unter der schwarz-gelben Koalition. So hat die FDP in den vergangenen Jahren mehrere Anläufe genommen, die Tarifmacht der Gewerkschaften auszuhebeln, allen voran der heutige Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

Der Stimmungsumschwung der Arbeitgeber hat vor allem mit den Erfahrungen zu tun, die die Firmen in der Krise mit den Gewerkschaften gemacht haben. „In vielen Unternehmen haben wir sehr vernünftige betriebliche Vereinbarungen getroffen, um trotz Umsatzeinbrüchen Beschäftigung so weit wie möglich zu sichern“, lobte Hundt.

Es sei gelungen, mit den Gewerkschaften „eine neue Form der Tarifkultur zu schaffen, mit der vernünftige betriebliche Regelungen gefunden werden“. Ihm sei seit vier Jahren kein Fall bekannt geworden, in dem die Gewerkschaften ein Beschäftigungsbündnis auf betrieblicher Ebene blockiert hätten. Der modernisierte Flächentarifvertrag sei ein Standortvorteil für Deutschland, „den ich stets verteidigen werde“, sagte Hundt.

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  • ich habe diesem Menschen schon ein paar Mal zugehört.
    Wie heißt das noch, wenn jemand aus propagandistischen Gründen zum eigenen Vorteil etwas anderes sagt, als er wirklich meint und tut?
    mfg zadgo

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