Arbeitgeberpräsident

Hundt will Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch

Dieter Hundt ist nicht nur gegen die Abschaffung der Praxisgebühr, der Arbeitgeberpräsident will sie sogar bei jedem Arztbesuch einkassieren. Dann würden unnötige Arztbesuche vermieden, argumentiert Hundt.
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Dieter Hundt wendet sich gegen die Abschaffung der Praxisgebühr. Quelle: dapd

Dieter Hundt wendet sich gegen die Abschaffung der Praxisgebühr.

(Foto: dapd)

BerlinDie Arbeitgeber schalten sich in den Streit um die Abschaffung der Praxisgebühr ein. „Ich rate der Koalition dringend davon ab, die Praxisgebühr abzuschaffen. Die Abschaffung wäre nur eine Entlastung der Ärzte, die Praxisgebühr einziehen zu müssen, aber keine Entlastung der Versicherten“, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt dem Handelsblatt.

Hundt spricht sich stattdessen für einen Senkung des Beitragssatzes aus. Die Praxisgebühr sei Teil des ärztlichen Honorars, die Einnahmeausfälle der Ärzte von jährlich zwei Milliarden Euro müssten zwangsläufig von den Krankenkassen und damit im Ergebnis von der Versicherten ausgeglichen werden, sagte Hundt.

Der Arbeitgeberpräsident schlägt vor, die Praxisgebühr beizubehalten, sie aber sinnvoller auszugestalten. „Wenn sie zwar in geringerer Höhe, dafür aber bei jedem Arztbesuch erhoben würde, wäre die Steuerungswirkung deutlich besser. Die Praxisgebühr würde dann ihr ursprüngliches Ziel erreichen, die Zahl medizinisch unnötiger Arztbesuche zu senken“, sagte Hundt.

Bevor die Regierungskoalition die Rücklagen der Krankenkassen für höhere Arzthonorare verwende, solle sie das Geld besser den Beitragszahlern zurückgeben „und den auf deutlich zu hohem Niveau festgeschriebenen Beitragssatz senken“, sagte Hundt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Freitag erstmals erkennen lassen, dass die Union dem Drängen der FDP auf Abschaffung der Gebühr nachgeben könnte. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bekräftigte am Wochenende seine Forderung, die Gebühr abzuschaffen. CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn hatte allerdings darauf hingewiesen, dass die Praxisgebühr jährlich zwei Milliarden Euro einbringt, die dem Gesundheitsfonds andernfalls fehlen würden.

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  • Guten Tag,
    Ja ,nur so geht es.Das war die Idee von Anfang an,Abgabe bei jedem Artztermin.Jeder Anruf wegen Rezept kostet Geld, die Selbstbedienung der Ärtzte ist enorm.Von denen geht nie einer Insofvent.Damit die Bürger mal sehen wie da abgezogt wird,würden die Patienten der Rechnung in Vorleistung treten,ändert sich das Ärtztebild über Nacht. Aber nein,die Loppy will das nicht . Ärtzte und Rechtsanwälte haben nur Freikarten,ohne Anspruch auf Gegenleistung oder Prozessgewinn..Gut gemacht Herr Hund,die Wahrheit gesagt,aber Herr Hund,das darf außer kleine Kinder in D. niemand.Würde auch ein Politiker die Wahrheit sagen,was passiert dann? Gewählt? Ansehen oder Nestbeschmutzer ??? Es gibt täglich Beispiele dazu. Aber:jeder Besuch kostet 5€,als Soli für Schwerkranke, oder arme kranke Menschen in der Welt,Ärtzte ohne Grenzen? oder so...sonnige Grüße

  • Herr Hundt wäre gut beraten, einfach die Klappe zu halten. Die Parität in der Krankenkassenbeitragszahlung existiert nicht mehr denn jeder gesetzlich Versicherte zahlt 0,9% mehr Beitrag als sein Arbeitgeber.
    Aber jede Zuzahlung und auch die Praxisgebühr ist unterm Strich eine Beitragszahlung durch jeden Versicherten, ob er arbeitet oder Rentner ist. Dieses Geld entlastet in erster Linie die Arbeitgeber. In zweiter, eher unbedeutender, Linie soll es das Konsumverhalten der Kassenversicherten steuern.
    Also verdienen die Arbeitgeber an JEDEM Arztbesuch, bei dem Praxisgebühr gezahlt wird. Klar will er mehr haben, der Herr Hundt.
    Ab in die Hütte, würde ich sagen.

  • Finde ich o.k., nur 10 € um zwei oder drei Wochen krankgeschrieben zu werden.
    Das ist die Antwort auf diesen Schwafler!
    Also Leute los geht`s und cool bleiben.

  • sputnik1969

    S C H W A C H K O P F

  • Ganz offensichtlich gibt’s zu viele gefährliche Elemente in UNSEREM STAAT, die unser VOLK belügen, betrügen, bestehlen, ausplündern, und genau diesen Elementen gilt es den Garaus zu machen! Gut geht’s doch nur noch den in Deutschland lebenden Asylanten und nur deutschen Pass Besitzern. Es ist ganz einfach viel zu viel FAUL im Staat, was ausschließlich durch zu viele unfähige Politiker vermurkst wurde. Das VOLK ist jetzt gefragt! Es ändert sich immer nur genau dass, was du selbst änderst!
    Sind wir alle BLÖD, steht auf unseren STIRNEN, wir sind blöd?
    Oder warum werden wir langsam wie SKLAVEN behandelt?

    Dieses Gesocks, das von meinem Geld lebt, hat mir gefälligst mit Achtung und Respekt zu begegnen! Oder mir meine Sozialabgaben und Steuern zu erlassen wenn sie so Rumprollen wie z. B. Dieter Hundt!
    Das Geld was der Hundt jeden Monat kassiert ist nicht von den Politikern und deren Klientel, sondern vom Volk erarbeitet worden!

  • Auch wenn die ganze Meute quiekt; ein vernünftiger Vorschlag, denn die Masse der GK-Versicherten läßt kein, aber auch garkein Kostenbewußtsein erkennen!!

  • Jetzt mal ehrlich was erwartet Ihr?
    Der Typ steht für die Konzerne, auch wenn ich es ekelhaft finde, wie man so eine Einstellung haben kann, ist der ehrlich und leugnet seine Ziele nicht.
    Unsere Regierung steht auch für die Konzerne, aber die müssen uns vorspielen dass sie für das Volk arbeiten, was sie nicht tun. Lieber ehrlich die Ziele raushauen, wie Herr Hundt es macht, damit wir endlich sehen wo die Reise hingehen soll!
    Ob das der Gesundheitsindustrie so gefallen wird, bezweifele ich. Da ich in den letzten 7 Jahren bei der Krankenkasse eine Selbstbeteiligung hatte, war ich in der Zeit einmal beim Arzt und alles andere habe ich mit Omis Hausmitteln gelöst. Wehe das Volk merkt das die Medizin nur die Symtome lindert und nicht die Ursachen heilt.

  • Der arbeitende Steuerzahler ist dem Hundt egal, ihm gehts nur um den nichtarbeitenden Schmarotzer namens Aktionär und den anderen geldgierigen Halunken, die sich von denen für dumme Sprüche und propaganda bezahlen lassen: Also sich selbst

  • Ich bin für jedes mal Urlaubsgeld, wenn ich einen Tag frei nehme

  • "... Ausbeutung der Starken durch die Schwachen...". Was für ein Quatsch ist das denn, alleine schon semantisch.

    Ob Sie wohl in 30 Jahren immer noch so froh sind, wenn ein Großteil Ihres Einkommens für die Beiträge zur Privaten draufgehen. Wenn Sie dann noch das "große Glück" haben chronisch zu erkranken, dann würde ich ihre jetzigen Worte in dem gleichen Brustton der Überzeugung gerne nochmal hören.

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