Arbeitgeberpräsident
Hundt schlägt Vize-Präsident als Nachfolger vor

Dieter Hundt macht gerade Tabula rasa mit seinen zahlreichen Ämtern. Nach seinem Rückzug als Aufsichtsratschef des VfB Stuttgart tritt er nun auch als Arbeitgeberpräsident zurück. Einen Nachfolger hat er schon im Blick
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BerlinArbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat nach 17 Jahren im Amt offiziell seinen Rückzug angekündigt. Auf der gemeinsamen Sitzung von Präsidium und Vorstand der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) teilte 74-Jährige am Montag nach Angaben des Verbandes mit, dass er bei der Neuwahl des Präsidiums am 18. November nicht erneut antreten wird. Als seinen Nachfolger schlug Hundt den 60-jährigen Vize-Präsidenten Ingo Kramer vor. Der erfahrene Tarifpolitiker gehört dem BDA-Präsidium schon seit zehn Jahren an und steht auch an der Spitze der Unternehmensverbände im Land Bremen.

Kramer ist seit mehr als 30 Jahren geschäftsführender Gesellschafter des weltweit tätigen Anlagenbauers J. Heinr. Kramer. Er führt das Familienunternehmen in Bremerhaven mit rund 260 Mitarbeitern in dritter Generation.

Hundt war 1996 erstmals zum BDA-Präsidenten gewählt worden. Er ist der bei weitem am längsten amtierende Präsident eines Spitzenverbandes der deutschen Wirtschaft. Sein Rückzug ist ein weiterer Schritt im Rahmen eines umfassenden Generationswechsel an der Spitze der großen Wirtschaftsverbände hierzulande. Zuvor hatten der Industrieverband BDI mit Ulrich Grillo und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit Eric Schweitzer neue, jüngere Präsidenten erhalten.

Der fußballbegeisterte Hundt hatte erst vor wenigen Tagen nach wachsender Kritik an seiner Amtsführung seinen Rücktritt auch als Aufsichtsratsvorsitzender des Bundesligisten VfB Stuttgart erklärt. Neben vielen Ehrenämtern, die Hundt Zeit seines Lebens bekleidete, ist er Aufsichtsratschef des Automobilzulieferer „Allgaier Werke GmbH“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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