Arbeitnehmerflügel kündigt Alternativ-Vorschläge an
CDU-Arbeitnehmer wollen Herzog-Vorschläge korrigieren

Die Vorschläge der Herzog-Kommission zur Reform der sozialen Sicherungssysteme liegen offiziell noch gar nicht auf dem Tisch, da meldet sich schon der CDU-Arbeitnehmerflügel zu Wort und verlangt Korrekturen.

HB BERLIN. Der Chef des Arbeitnehmerflügels in der Unions- Bundestagsfraktion, Gerald Weiß (CDU), sagte am Dienstag: „Die Vorschläge der Kommission enthalten gute, aber auch viele unausgegorene Gedanken. Eine Reihe schwerwiegender Fragen sind unbeantwortet geblieben.“

Besonders die Vorschläge zur Reform der Krankenversicherung müssen nach Weiß' Ansicht korrigiert werden. Sie widersprächen den Gedanken einer solidarischen Versicherung. Dies beginne schon bei der Frage der Herauslösung der Zahnbehandlung aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Derzeit würde diese Leistung durchschnittlich mit 18 Euro zu Buche schlagen. Diesen Beitrag teilten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Müsste sich ein verheiratetes Ehepaar nun privat versichern, würde sie dies mit durchschnittlich 50 Euro belasten. „Das ist das 2,8-fache an Belastung. Wir müssen uns fragen, ob wir damit nicht die Normalverdiener und die schwächeren Einkommensbezieher überfordern.“ Auch die Herauslösung des Krankengeldes würde im Endeffekt teurer als bisher werden.

Weiß kündigte an, dass der Arbeitnehmerflügel noch vor der Bundesvorstandssitzung der CDU am 6. Oktober Alternativ-Vorschläge vorlegen werde. „So wie sich die Reformvorschläge jetzt darstellen, sind sie jedenfalls für uns nicht zustimmungsfähig.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%