Arbeitsagentur
Stellenangebot stabilisiert sich

Der Rückgang des Stellenangebots in den Unternehmen ist nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorerst gestoppt. Die BA vermied es allerdings, vor dem Hintergrund der jüngsten Daten Einschärtzungen für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den kommenden Monaten abzugeben.
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HB BERLIN. „Es scheint, dass sich die Arbeitskräftenachfrage stabilisiert, wenngleich auf niedrigem Niveau“, teilte die Behörde am Montag in Nürnberg mit. Der Stellenindex der BA sei im November um einen Punkt auf 126 Punkte gestiegen. Seit Juni zeige das Barometer kaum Veränderung. Die zwei Jahre davor war der Index stets gesunken. Er liegt jetzt leicht unter dem Stand vom November 2005. Einen konkreten Ausblick vermied die BA: „Inwieweit in den kommenden Monaten ein Anziehen der Kräftenachfrage erfolgt, sich die Nachfrage vorerst auf niedrigem Niveau einpendelt oder sogar nochmals Nachfragerückgänge eintreten, bleibt abzuwarten.“

Die BA gibt am Dienstag die Arbeitslosenzahlen für November und die Zahl der Kurzarbeiter im dritten Quartal bekannt. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte erwarten im Schnitt einen saisonbereinigten Anstieg um 10 000 Erwerbslose im Vergleich zum Oktober. Die unbereinigte Zahl der registrierten Arbeitslosen könnte nach Experten-Schätzung stabil geblieben sein bei etwa 3,23 Millionen. Üblich ist für den November ein leichter Rückgang. In den zurückliegenden drei Jahren sank die Arbeitslosenzahl im November im Durchschnitt um 50 900.

Der Arbeitsmarkt hatte in den vergangenen Monaten inmitten der Wirtschaftskrise mit relativ positiven Zahlen überrascht. Im Oktober lag die Erwerbslosenzahl mit 3,23 Mio. nur um 232 000 höher als ein Jahr zuvor, obwohl die deutsche Wirtschaft ihre tiefste Rezession seit 60 Jahren durchlebte. Dazu beigetragen hat die hohe Inanspruchnahme der Kurzarbeit. Nach Schätzungen arbeiten derzeit etwa 1,1 Mio. Beschäftigte kurz, weil ihre Unternehmen nicht ausgelastet sind.

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