Arbeitsgruppe ab Herbst Unions-Fraktion stellt Minijobs in Frage

Die Union will die Minijobs für Millionen Arbeitnehmer in Deutschland auf den Prüfstand stellen. Mit dem Thema soll sich eine Arbeitsgruppe der Fraktion ab Herbst beschäftigen.
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Zuletzt hatten in Deutschland rund 7,4 Millionen Menschen einen Minijob. Quelle: dpa

Zuletzt hatten in Deutschland rund 7,4 Millionen Menschen einen Minijob.

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Berlin„Wir müssen überprüfen, ob Minijobs generell sinnvoll sind", sagte der Arbeitsmarkt-Experte der Union, Peter Weiß, der „Frankfurter Rundschau“. In einigen Branchen würden viele Minijobs geschaffen und damit normale Arbeitsplätze ersetzt. Mit dem Thema solle sich eine Arbeitsgruppe der Fraktion ab Herbst beschäftigen.

Zuletzt hatten in Deutschland rund 7,4 Millionen Menschen - davon knapp 4,65 Millionen Frauen - eine Stelle auf 400-Euro-Basis. Die Einkommensgrenze für Minijobs soll nach dem Willen der Koalitionsfraktionen im nächsten Jahr auf 450 Euro monatlich steigen. Darauf hätten sich die Arbeitsmarktpolitiker von Union und FDP jetzt verständigt, berichtet „Spiegel Online“ unter Berufung auf den FDP-Politiker Johannes Vogel.

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5 Kommentare zu "Arbeitsgruppe ab Herbst: Unions-Fraktion stellt Minijobs in Frage"

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  • Manche träumen sich das Leben schön!

    Wussten Sie, dass bei der Aufstockung auf 450 Euro, der Arbeitgeberanteil zu diesen 50 Euro demnächst auf den Arbeitnehmer entfällt?
    Wissen Sie, wie hoch in der Regel die Löhne bei Minijobs sind? Sie liegen zwischen 4 und 6 Euro!
    Wissen Sie, dass wenn man in der Gleitzone bis 800 Euro arbeitet, der oben genannte Nettolohn zum Bruttolohn wird?
    Wissen Sie, was man NETTO verdient, wenn man unter diesen Umständen knapp 800 Euro verdient und Steuerklasse 5 hat?
    Wissen Sie, warum renter und viele Frauen ÜBERHAUPT arbeiten MÜSSEN?

  • Hier wird deutlich dass ihr keine Ahnung habt.
    Viele der sog. 400 Euro Jobs werden von Rentnern sowie von Müttern gemacht die einen anderen Job gar nicht wollen.
    Die Abgaben für diese Jobs liegen bei 30 %; und werden vom Arbeitgeber bezahlt. Viele mit einem normalen Job zahlen weniger oder gar nichts. Wenn nun ausgerechnet die CDU u. FDP darüber nachdenkt diese Möglichkeit abzuschaffen wird wieder ein Stück Freiheit weggenommen.
    Die Regelen sollten eher einfacher gemacht werden. Aber das können unsere Verwaltungen bzw. Beamten ja nicht.

  • hier bei uns gab es vor einem Jahr mal eine ganz kuriose Stellenausschreibung. In einer KITA wurde eine 400 Euro Kraft gesucht -- aber 15 Std. pro Woche - verlangt wurde mind. noch Ausbildung sozialpädagogische Assistentin.

    also normalerweise hätte man früher dafür eine Teilzeitkraft eingestellt nach Tarif -- wollen wir wetten!

    es gibt sicher Bereiche, wo minijobs sinnvoll sind - Studenten und Rentner wollen ja evtl. auch was dazuverdienen. Allerdings hab ich schon oft gehört, dass z.B. Köche oft nur noch auf Minijobbasis eingestellt werden oder Kellner - oft mit dem Hinweis, man könne ja aufstocken.

    in West-DE arbeiten schon 25% der Frauen ausschließlich im minijob -- oft aber, weil es eben keine regulären Stellen gibt. Da würd ich schon mal ein Auge drauf werfen.

    eine Bekannte von mir hat nach ihrer Ausbildung nie eine richtige Stelle gefunden -- die wurde auch nur für einen Minijob ausgebildet im Endeffekt. Das war eine Behörde die meinte, sie müsste unbedingt über Bedarf ausbilden.

  • Es ist ja eigentlich ein 520 Euro Job. Tatsaechlich ist wohl der Betrag 400 Euro netto, die Dimension des allgemeinen Fehlbetrages bei dem Arbeitseinkommen einer normalen Familie,der sich aus der ueberhoehten Abgabenlast dem Staat gegenueber ergibt.

  • Ob 400 oder 450 Euro, das ist doch egal. Wenn ich meine regionale Zeitung aufschlage finde ich in den Stellenangeboten als Vollzeitstellen nur noch hoch qualifizierte Angebote. Alles andere auf 400 Euro Basis. Und für diese 400 Euro Jobs muss man auch noch 24 Stunden 7 Tage die Woche verfügbar sein.

    Ich arbeite unfreiwillig in Teilzeit (Dienstag bis Freitag 7.00-12.00 Uhr), bei der Bewerbung auf eine 400 Euro Stelle in einem Getränkemarkt wurde ich gleich mit den Worten: "Sie sind ja überhaupt nicht flexibel" abgewürgt.

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