Arbeitsgruppe von Union und SPD: Kombilohn soll Jobs für junge Arbeitslose schaffen

Arbeitsgruppe von Union und SPD
Kombilohn soll Jobs für junge Arbeitslose schaffen

Union und SPD haben sich auf einen staatlich bezuschussten Kombilohn für junge Arbeitslose sowie die Förderung schwer vermittelbarer Langzeitarbeitsloser verständigt. Das bestätigten Koalitionskreise am Freitag in Berlin.

dpa BERLIN. Eine Arbeitsgruppe von Union und SPD habe einen so genannten Qualifizierungs-Kombilohn für Jugendliche unter 25 Jahren gebilligt. Hier bekommen Arbeitgeber die Hälfte des Bruttolohns erstattet, wenn sie Jugendliche einstellen, die länger als sechs Monate arbeitslos waren. Ferner sollen 100 000 chancenlose Langzeitarbeitslose im Rahmen des Modells „Job-Perspektive“ in einer geförderten Beschäftigung unterkommen. Heftig umstritten bleibt hingegen in der Koalition der Mindestlohn.

Damit zeichnen sich nach langer ergebnisloser Debatte Lösungen zumindest in Teil-Bereichen ab. Ob sie am Ende so auch im Gesamtkonzept für den Niedriglohnsektor festgezurrt werden, bleibt abzuwarten. Dieses soll bis Ende März vorliegen. Die „schweren Brocken“ kämen noch, hieß es in Koalitionskreisen. Es müsse ein für alle Seiten akzeptables Gesamtpaket vorliegen. Die nun getroffene Vereinbarung kommt den Unionsforderungen nahe. Daher wird nun die SPD Entgegenkommen etwa beim Mindestlohn verlangen.

CDU-Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe nannte die Teileinigung „allenfalls eine Zwischenlösung“. Für die Union sei der Konsens in diesen beiden Punkten zu wenig. Vorankommen müsse man aber auch bei der Hart-IV-Effizienz, beim Mindestlohn, bei der Neuordnung der Hinzuverdienstregelungen sowie bei weiteren Kombilohnmodellen etwa für die über 50-Jährigen.

Das von der Koalitionsgruppe am Donnerstagabend vereinbarte Modell eines „Qualifizierungs-Kombilohns“ für 50 000, vielleicht auch 100 000 Arbeitslose unter 25 Jahren ist eine Ermessensleistung und befristet. Bei einem Bruttomonatslohn von bis zu 1 000 Euro soll der Arbeitgeber 50 Prozent des Lohns für ein Jahr vom Staat erstattet bekommen. Ein Teil soll aber zur Qualifizierung benutzt werden - die Höhe hängt davon ab, ob der Jugendliche einen Berufsabschluss hat oder nicht.

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