Arbeitslose müssen lange warten
BA räumt erneut Software-Probleme ein

Die Software zur Bearbeitung von ALG II läuft immer noch nicht reibungslos und führt zu langen Wartezeiten. Bis zum Frühjahr soll jedoch alles besser werden.

HB BERLIN. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Schwierigkeiten mit dem neuen Computerprogramm zur Berechnung des neuen Arbeitslosengelds noch nicht vollständig behoben. «Mit der Software haben wir immer noch Stabilitätsprobleme», sagte eine Sprecherin der BA am Sonntag. Es könne hier und da zu Wartezeiten kommen, fügte sie hinzu. Allerdings wies sie die Vorwürfe des FDP-Arbeitsmarktexperten Dirk Niebel zurück.

Niebel warf der Bundesregierung einem Medienbericht zufolge vor, die BA mit Hartz IV überfordert zu haben. Die Regierung habe «die gesamte Arbeits- und Sozialverwaltung mit der überhasteten Einführung von Hartz IV in ein Chaos gestürzt», sagte er der «Bild am Sonntag». Stundenlange Wartezeiten und Kompetenzwirrwarr seien an der Tagesordnung, kritisierte er.

Nach Angaben der Sprecherin dürften höchstens 25.000 von geplanten 60.000 BA-Mitarbeiter gleichzeitig das Programm nutzen, um Anträge zu bearbeiten. Derzeit seien es jedoch 29.000 Beschäftigte, die auf das System zugriffen. Nach weiteren Verbesserungen der Technik sollen es bis Frühjahr jedoch 40.000 sein. Damit werde die volle Kapazität erreicht sein, fügte sie hinzu. Die Software hatte bereits Ende vergangenen Jahres zu großen Problemen geführt, so wurden beispielsweise im November zahlreiche Ausdrucke falsch ausgedruckt und versandt.

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