Arbeitslosengeld
DIHK unterstützt FDP-Vorstoß zu kürzerer Bezugsdauer

Die FDP bekommt für ihren Arbeitslosengeld-Vorschlag Schützenhilfe aus der Wirtschaft. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages schließt sich der Forderung nach einer kürzeren Bezugsdauer an..
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BerlinDie Wirtschaft unterstützt die FDP bei ihrer Forderung, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitnehmer zu kürzen: "Eine Bevorzugung bei der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes passt nicht mehr in die Zeit - sie sollte für alle nicht länger als ein Jahr betragen", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Eine solche Reform würde Fehlanreize reduzieren und die Integration in den Arbeitsmarkt fördern. "Auch die Beitragszahler werden entlastet, sagte Driftmann.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner hatte zuvor gefordert, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds für Ältere von bis zu 24 Monaten wieder drastisch zu verkürzen und seit 2008 geltende Vergünstigungen rückgängig zu machen. Lindner begründete seinen Vorstoß damit, dass die Älteren von der Wirtschaft benötigt würden. "Vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung wird die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer immer wichtiger", sagte auch DIHK-Präsident Driftmann. Diese habe sich in den letzten Jahren bereits positiv entwickelt. "Mehr Ältere arbeiten und sie bleiben länger im Betrieb", sagte Driftmann.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " Arbeitslosengeld: DIHK unterstützt FDP-Vorstoß zu kürzerer Bezugsdauer"

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  • Das kann ich mir vorstellen, das gerade der DIHK solche Forderungen unterstützt. Noch mehr Leute, die in prekäre "Arbeitsverhältnisse" gezwungen werden können. Und als nächstes wird dann gegen Grundsicherung, zu hohe Hartz-4-Sätze etc. gewettert.
    Man kann gar nicht so viel essen, wie man k.... möchte.

  • Was reitet da die FDP und wie schwachsinnig nimmt die DIHK dazu Stellung?! Die Menschen sind doch nicht länger arbeitslos, weil es das dürftige ALG gibt, sondern weil die Wirtschaft immer noch nicht begriffen hat, ältere AN besser wieder zu integrieren, statt dessen werden Einreiseerleichterungen für Ausländer gefordert, um billig an qualifizierte Arbeitskräfte zu kommen! Wie passt denn das zusammen?

  • Eine solche Reform würde Fehlanreize reduzieren und die Integration in den Arbeitsmarkt fördern.
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    Dann muß aber der Wirtschaft strikt verboten werden, die Leute schon weit vorm Rentenalter zu entlassen
    Nur so kann das dann funktionieren

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