Arbeitslosenzahl auf 4,547 Millionen gesunken
Frühjahrsbelebung bleibt aus

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 93 600 auf 4 547 500 gesunken. Das waren 62 200 weniger als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 10,9 Prozent zurück.

HB NÜRNBERG. Die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeiotsmarkt bleibt aus. Zwar sorgte die einsetzende Frühjahrsbelebung im März für einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 93 600 auf 4 547 500, berichtete die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg. Es bleibt jedoch dabei: Der Arbeitsmarkt in Deutschland leidet weiterhin unter der schwachen Konjunktur.

Zugleich erhöhte sich jedoch die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl deutlich um 44 000 auf 4,344 Millionen. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, darin drücke sich die anhaltende konjunkturelle Schwäche aus. Besserung sei noch nicht in Sicht. Die konjunkturellen Belastungen könnten nicht allein durch Arbeitsmarktpolitik ausgeglichen werden. Die Politik des „Förderns und Forderns“ müsse von wirtschaftlichen Impulsen unterstützt werden.

Die Arbeitslosenquote ging im März um 0,2 Punkte auf 10,9 % zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl um 62 200. Werde die geänderte Zählung der Arbeitslosen berücksichtigt, ergebe sich aber ein Anstieg um 14 100, berichtete die Bundesagentur. In Westdeutschland verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im März um 74 000 auf 2 871 500 (Quote: 8,7 %). In Ostdeutschland sank sie um 19 600 auf 1 676 000. Die Arbeitslosenquote lag bei 19,2 %.

Die Lage am Ausbildungsstellenmarkt ist deutlich angespannter als noch vor einem Jahr. Von Oktober 2003 bis März 2004 seien den Agenturen für Arbeit insgesamt 368 300 Ausbildungsplätze gemeldet worden, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mit. Das waren 6 % weniger als vor einem Jahr. Dagegen stieg die Zahl der Bewerber um drei Prozent auf 538 000 Jugendliche. Besonders in Westdeutschland habe sich die Lage verschlechtert, berichtete die Behörde.

Die Finanzergebnisse der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegen nach Angaben des Finanzvorstands Raimund Becker insgesamt im Plan. Der Finanzierungssaldo seit Jahresbeginn beträgt seinen Angaben vom Dienstag zufolge minus 2,9 Mrd. Euro. Geplant war ein Minus von 3,1 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr ist ein negativer Finanzierungssaldo von 5,2 Mrd. Euro vorgesehen. Zur weiteren Entwicklung der Einnahme- und Ausgabeseite wollten sich weder Raimund Becker noch BA-Vorstand Frank-Jürgen Weise äußern.

Beide verwiesen auf den Quartalsbericht der BA, der am 29. April veröffentlicht werden soll. "Er wird deutlich machen, wo man am Jahresende rauskommt. Bislang basieren unsere Prognosen auf den konjunkturellen Einschätzungen der Bundesregierung, die ebenfalls Ende April angepasst werden sollen", erklärte Weise.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%