Arbeitslosenzahl steigt
Mehr als drei Millionen Menschen sind ohne Job

Der Winter bremst den Arbeitsmarkt kräftig aus – trotz leichtem Konjunkturschub. Mehr als drei Millionen Menschen waren zum Jahresbeginn arbeitslos. Auch der Mindestlohn wirkt sich laut Ökonomen bereits aus.
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NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar im Vergleich zum Vormonat um 268.000 auf 3,032 Millionen gestiegen. Das sind 104.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger (SGB II) lag im Januar bei 4.377.000. Das ist gegenüber dem Januar 2014 ein Rückgang von 19.000 Personen.

Der Anstieg fiel aber dieses Jahr geringer aus als in den letzten Jahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat deshalb um 9000 gesunken. Ohne die zum Jahreswechsel in Kraft getretene Mindestlohn-Regelung wäre die Winter-Arbeitslosigkeit aber wahrscheinlich noch geringer ausgefallen, betonten die meisten Konjunkturforscher und Volkswirte. „Der Arbeitsmarkt knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise.

„Der Mindestlohn hat die Entwicklung im Januar sicher etwas gedämpft“, ist etwa der Arbeitsmarkt-Experte des Münchner Ifo-Instituts, Steffen Henzel, überzeugt. Bisher dürften allerdings hauptsächlich niedrig vergütete Mini-Jobs davon betroffen sein, glaubt er.

Auch Commerzbank-Volkswirt Achim Tuchtfeld geht davon aus, dass „der Mindestlohn Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen wird. Es scheint in manchen Betrieben schon scharf gerechnet zu werden.“ Das habe er bei Gesprächen mit Unternehmern festgestellt.

Wegen des niedrigen Ölpreises und des schwachen Euro, von dem vor allem exportorientierte Firmen profitieren, erwarten die meisten Volkswirte für das Jahr 2015 einen etwas stärkeren konjunkturellen Schub. „Das wirkt ja alles wie ein kleines Konjunkturprogramm“, sagt Tuchtfeld. Davon dürfte auch der Arbeitsmarkt profitieren.

Unterdessen hat der wachsende Konjunkturoptimismus in vielen Unternehmen zum Jahresbeginn die Nachfrage nach Arbeitskräften auf ein Rekordhoch klettern lassen. Noch nie seit dem Beginn entsprechender Aufzeichnungen habe es mehr freie Stellen in deutschen Betrieben gegeben, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit.

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Arbeitsmarkt profitiert vom konjunkturellen Schub

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  • Es müssen noch 10 Mil. mehr werden. Dann wird der dumme deutsche Michl vielleicht endlich mal wach

  • Es sollten die Arbeitslosenzahlen der Statistik vor und nach Beschäftigungsmaßnahmen veröffentlicht werden.

  • Die Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen wirft immer wieder Fragen auf - auch wenn ich mich über Rückgang freue.

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