Arbeitsmarkt: Aufschwung schrumpft die Schwarzarbeit

Arbeitsmarkt
Aufschwung schrumpft die Schwarzarbeit

Wegen des Aufschwungs ist in Deutschland im vergangenen Jahr weniger schwarz gearbeitet worden. Nach einer Analyse von Tübinger Wirtschaftsforschern war der Anteil der Schattenwirtschaft so niedrig wie zuletzt 1995.
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TübingenDurch den Aufschwung hätten viele Menschen einen regulären Arbeitsplatz gefunden. Dadurch sei die Schattenwirtschaft um 4,2 Milliarden Euro zurückgegangen, teilte das IAW am Montag mit. 2011 soll diese Entwicklung anhalten.Unter Schattenwirtschaft verstehen die Experten vor allem Schwarzarbeit, aber auch alle kriminellen Aktivitäten. In diesem Jahr soll die Schattenwirtschaft in Deutschland noch einmal um 1,8 Milliarden Euro schrumpfen, prognostizieren das IAW und Schattenwirtschaftsexperte Friedrich Schneider von der Universität Linz in ihrer Modellrechnung.

Für dieses Jahr machen die Experten folgende Rechnung auf: Das Bruttoinlandsprodukt steigt um zwei Prozent. Weil dadurch mehr Menschen einen regulären Arbeitsplatz finden, sinkt das Volumen der Schattenwirtschaft um 2,95 Milliarden Euro. Ferner gehen die Experten davon aus, dass in der Zeitarbeitsbranche ein Mindestlohn von 6,65 Euro in Ost- und 7,60 Euro in Westdeutschland eingeführt wird. Weil eine reguläre Beschäftigung also teurer wird, wächst die Schwarzarbeit um 300 Millionen Euro.

Die Beitragserhöhungen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen zum 1. Januar 2011 lassen die Schattenwirtschaft laut Berechnung um 650 Millionen Euro steigen, die höhere Arbeitslosenversicherung noch einmal um 200 Millionen Euro. Insgesamt ergebe das einen Rückgang der illegalen Tätigkeiten um 1,8 Milliarden Euro auf 345,8 Milliarden Euro oder 13,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

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